Haarfeine Suche mit Mini-Endoskop
Neues Instrument ist nur einen halben Millimeter dünn
Australische Wissenschaftler haben ein nur 0,5 Millimeter dünnes Endoskop hergestellt. Damit könnten Ärzte beispielsweise beim Einsetzen von Hörimplantaten ins Innenohr eines Patienten blicken, berichtet das Wissenschaftsmagazin New Scientist (Ausgabe vom 24. Januar).
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Das hauchdünne medizinische Gerät ist mit einer Reihe winziger Löcher versehen, die sich der Länge nach durch die ganze Kunststofffaser ziehen. Hergestellt wurden diese Kunstfasern von den Optik-Experten um Martijn von Eijkelenborg von der Universität Sydney. Dazu bohrten die Wissenschaftler 112 Löcher in einen acht Zentimeter dicken Kunststoffblock und zogen diesen dann so weit in die Länge, bis die Faser nur noch einen halben Millimeter dünn war.
Bei dem auf diese Weise hergestellten Endoskop dienen die Löcher und deren Zwischenräume als Leiter für Licht, das auch den Krümmungen der Faser folgt. So können die Forscher nicht nur Licht beispielsweise ins Innenohr einfallen lassen, sondern auch Bilder aus dem Inneren nach außen leiten und auf einem Monitor sichtbar machen. Jedes Loch und jeder Zwischenraum der Faser entspricht dabei einem Pixel. Mit insgesamt 224 Pixeln ist die Auflösung zwar noch extrem gering, doch arbeiten Eijkelenborg und seine Kollegen bereits an Fasern mit 1.000 Löchern. Neben Operationen im Innenohr könnten die Fasern zum Beispiel auch für Untersuchungen der Blutgefäße eingesetzt werden.
ddp/bdw – Ulrich Dewald

















