Bühnenreife Show
Kuhstärlinge führen perfekte Tanz-Gesangs-Darbietung auf
Männliche Kuhstärlinge liefern beim Singen eine bühnenreife Show: Die Vögel haben Tanz und Gesang derart perfekt aufeinander abgestimmt, dass die Bewegungen ihnen das Singen erleichtern. Bei sehr komplizierten Flügelbewegungen machen sie sogar eine kleine Pause im Lied. Das haben amerikanische Biologen bei den Tieren beobachtet. Vermutlich haben sich Tanz und Gesang in der Evolution gemeinsam entwickelt, schreiben die Forscher in der Fachzeitschrift Science (Bd. 303, S. 544).
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Viele Singvögel untermalen ihre Lieder mit körperlichen Darbietungen wie tanzähnlichen Bewegungen, Flattern, Verneigungen oder dem Spreizen der Schwanzfedern. Männliche Kuhstärlinge richten vor dem Gesang Kopf und Nackenfedern auf, spreizen beim Beginn ihres Liedes die Flügel und bewegen sie während des Singens mehrfach von hinten oben nach vorne unten. Kurz vor dem Ende des Trällerns falten sie die Flügel dann wieder zusammen und verneigen sich.
Bei dieser Show sind die Körperbewegungen optimal auf das Lied abgestimmt, haben Brenton Cooper und Franz Goller von der Universität von Utah in Salt Lake City herausgefunden. So halten die Vögel zum Beispiel den Atem an, wenn sich Ein- und Ausatmen mit den kompliziertesten Flügelbewegungen überschneiden würden. Indem sie den Gesang kurz aussetzen, vermeiden die Vögel, dass biomechanische Effekte durch die Bewegungen die Lautproduktion stören. Bestimmte Auswirkungen der Bewegungen haben möglicherweise entscheidend dazu beigetragen, wie sich der Gesang im Laufe der Jahre entwickelt hat, schreiben die Biologen.
Cooper und Goller beobachteten männliche Braunkopf-Kuhstärlinge(Molothrus ater) beim Singen und zeichneten Flügelflattern, Atemmuster und Muskelaktivitäten der Vögel auf. Die Biologen wollten herausfinden, wie sich Flügelbewegungen und Gesang zu einer einzigen Kommunikationseinheit verbinden.
ddp/bdw – Cornelia Pfaff

















