Rauchende Eltern belasten ihre Kinder mit Nikotin
Selbst wenn nur außerhalb der Wohnung gequalmt wird, werden die Kleinen zu Passivrauchern
Rauchende Eltern belasten ihre Kinder auch dann mit schädlichem Nikotin, wenn sie außerhalb der Wohnung bei geschlossenen Türen zur Zigarette greifen. Kleinkinder von Eltern, die diese Vorsichtsmaßnahme treffen, haben immer noch doppelt so viel Nikotin im Körper wie Kinder von Nichtrauchern. Über dieses Ergebnis einer Studie berichtet der Schwedische Forschungsrat.
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Die Kinderärztin Annakarin Johansson von der Universität Linköping hatte in ihrer Doktorarbeit insgesamt 366 Eltern von zwei bis drei Jahre alten Kindern befragt. 216 der Erwachsenen rauchten ausschließlich außerhalb der Wohnung. Trotzdem fand die Medizinerin im Urin der Mädchen und Jungen deutlich erhöhte Mengen an Cotinin. Anhand dieses Abbauproduktes von Nikotin kann die Menge des passiv eingeatmeten Zigarettenrauchs abgeschätzt werden.
Trotzdem ist das Rauchen außerhalb der Wohnung immer noch der beste Weg, Kinder vor Tabakqualm zu schützen. Kinder, deren Eltern in der Wohnung rauchten, wiesen einen fünfzehnmal höheren Cotininwert auf als Kinder von Nichtrauchern. Die Untersuchung ergab zudem, dass nur wenige Menschen mit dem Rauchen aufhörten, wenn sie Kinder bekamen. Viele änderten jedoch ihre Rauchgewohnheiten.
ddp/bdw – Cornelia Pfaff

















