Vögel juckt es schon seit Jahrmillionen
Läuse sind uralte Plagegeister
Vögel werden seit mindestens 44 Millionen Jahren von Läusen geplagt: In einem sehr gut erhaltenen Fossil hat ein internationales Forscherteam eine Laus entdeckt, deren letzte Mahlzeit eindeutig aus Federn bestand. Das Exemplar aus dem Eckfelder Maar in der Eifel ähnelt heute verbreiteten Vogelläusen sehr stark, schreiben die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Proceedings of the Royal Society: Biology Letters (Online-Vorabveröffentlichung, DOI: 10.1098/rsbl.2003.0158).
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Läuse sind sehr wählerisch: Sie befallen nicht einfach irgendwelche Vögel, sondern haben sich auf ganz bestimmte Arten spezialisiert. Offensichtlich ist diese Art der Wirt-Parasit-Beziehung schon Jahrmillionen alt, schreiben Torsten Wappler vom Hessischen Landesmuseum in Darmstadt und seine Kollegen. Nach der Untersuchung des Fossils gehen die Forscher mit hoher Sicherheit davon aus, dass die versteinerte Laus zu Lebzeiten im Gefieder eines Urahns heutiger Schwäne, Gänse oder Enten hauste.
Möglicherweise entwickelten sich die Läuse jedoch nicht erst mit den ersten Vögeln, sondern sind vielleicht schon deutlich älter, so die Wissenschaftler. Andere Fundstücke deuteten darauf hin, dass die Geschichte der federfressenden Parasiten möglicherweise schon 120 Millionen Jahre zurückreicht. Damit sei nicht ausgeschlossen, dass die frühen Vögel die Läuse von gefiederten Dinosauriern geerbt hätten.
ddp/bdw – Ilka Lehnen-Beyel

















