Studie: Rauchverbot in der Öffentlichkeit zeigt schnell Wirkung
Innerhalb nur eines halben Jahres gab es in einer amerikanischen Gemeinde deutlich weniger Herzinfarktfälle
Ein Rauchverbot in der Öffentlichkeit macht sich bereits nach kurzer Zeit in der Zahl der Herzinfarkte bemerkbar. Das legt eine kleine Studie aus der amerikanischen Gemeinde Helena nahe, in der das Rauchen in der Öffentlichkeit und an Arbeitsplätzen für ein halbes Jahr verboten war. In der kurzen Zeit kamen deutlich weniger Patienten mit Herzinfarkt ins Krankenhaus als in Jahren ohne Rauchverbot, berichten amerikanische Mediziner in der Fachzeitschrift British Medical Journal (Online-Vorabveröffentlichung vom 5. April).
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In Helena war das öffentliche Rauchen von Juni bis November 2002 verboten, bis das Gesetz im Dezember wieder aufgehoben wurde. Stanton Glantz von der Universität Kalifornien in San Francisco und seine Kollegen analysierten, wie viele Fälle von Herzinfarkten im örtlichen Krankenhaus in diesen Monaten in den Jahren 1998 bis 2003 verzeichnet worden waren und ob die Patienten aus Helena direkt oder aus umliegenden Orten kamen.
Während der sechs rauchfreien Monate wurden aus Helena selbst 40 Prozent weniger Menschen mit Herzinfarkt ins Krankenhaus eingeliefert als in den entsprechenden Monaten in Jahren ohne Rauchverbot: In den Jahren vor und nach dem Erlass des Gesetzes waren es im Schnitt 40 Patienten, im Jahr 2002 nur 24 Fälle. Für Einwohner, die außerhalb von Helena lebten, war diese Abnahme der Herzinfarkte dagegen nicht zu verzeichnen.
Die Studie sei zwar nur klein und weitere Forschungsarbeit sei nötig, um die Ergebnisse zu untermauern, sagen die Forscher. Dass sich das Rauchverbot nur bei der betroffenen Gemeinde bemerkbar machte und nicht bei den Nachbarorten, sei jedoch ein eindeutiger Hinweis darauf, wie schnell ein solches Verbot tatsächlich eine positive Wirkung zeige.
ddp/bdw – Cornelia Pfaff

















