Schneller Umlauf
Neu entdeckter Asteroid rast in sechs Monaten um die Sonne und kommt ihr zeitweise sogar näher als der Merkur
Amerikanische Astronomen haben den bislang sonnennächsten Asteroiden entdeckt: Der Himmelskörper mit der Bezeichnung 2004 JG6 kommt der Sonne zeitweise näher als der Merkur und benötigt für einen Umlauf um das Zentralgestirn lediglich 184 Tage. Das teilt der Astronom Brian Skiff vom Lowell-Observatorium in Flagstaff (USA) mit.
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Skiff entdeckte den sonnennahen Asteroiden bereits am 10. Mai. Der Wissenschaftler bemerkte schnell die ungewöhnliche Bahn des Himmelskörpers. Meistens halten sich Asteroiden im Bereich zwischen den Planeten Mars und Jupiter auf. Die Bahn von 2004 JG6 liegt dagegen vollständig innerhalb der Erdbahn. Seine geringste Entfernung zur Sonne beträgt lediglich 48,3 Millionen Kilometer, womit er ihr teilweise sogar näher kommt als der sonnennächste Planet Merkur. Neben dem jetzt entdeckten etwa 500 bis 1.000 Meter großen Himmelskörper ist erst ein weiterer Asteroid (2003 CP20) mit einer ähnlich engen Bahn um die Sonne bekannt.
Gefunden wurde der Asteroid im Rahmen des so genannten Loneos-Projekts, dessen Ziel die Suche nach erdnahen Asteroiden ist. Die Astronomen vermuten etwa fünfzig weitere kleine Asteroiden innerhalb der Erdbahn. Diese sind jedoch schwer auffindbar, da sie sich zumeist in unmittelbarer Nähe der Sonne aufhalten und von ihr überstrahlt werden.
ddp/bdw – Oliver Schmid

















