Reif für die Insel
Mammuts auf Inseln in der Bering-See überlebten zwar ihre Artgenossen auf dem Festland um einige Jahrhunderte, wurden aber immer kleiner
Mammuts sind nicht alle gleichzeitig ausgestorben, als das mildere Klima auch den hohen Norden eroberte. Einige Tiere verschlug es auf kleinere Inseln vor Alaska, wo sie im Laufe der Jahrhunderte deutlich kleiner wurden. Diese isolierten Populationen von Mini-Mammuts überlebten noch für lange Zeit, hat der amerikanische Biologe R. Dale Guthrie von der Universität Alaska herausgefunden. Seine Forschungen schildert der Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Nature (Bd. 429, S. 746).
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Auf der Insel St. Paul in der Bering-See gab es noch vor etwa 8.000 Jahren Mammuts, fand Guthrie anhand von Radiokarbondatierungen eines Zahns heraus. Vom Festland waren die Großsäuger dagegen bereits vor mehr als 11.000 Jahren verschwunden. Andere Inseln waren vermutlich für Mammuts keine Zuflucht, da sie sich erst später vom Festland trennten und die Tiere somit noch nicht isoliert werden konnten, vermutet Guthrie.
Warum die Tiere auf der kleinen Insel länger überlebten als auf dem Festland, ist bislang nicht eindeutig geklärt. Einerseits könnten sie auf der Insel besser vor dem Klimawandel und anderen Umweltveränderungen geschützt gewesen sein. Andererseits gelangten Jäger nur schwer auf das abgelegene Land. Auf anderen Inseln gibt es klare Hinweise darauf, dass das Mammuts so lange überlebten, bis Menschen dorthin kamen. Auf St. Paul konnte der Wissenschaftler dafür aber bisher keine Belege finden.
ddp/bdw – Cornelia Dick-Pfaff

















