Aufbruch in warme Gefilde
Primitive Fische kamen zum Sonnenbaden an Land
Die ersten Fische kamen an Land, um sich in der Sonne aufzuwärmen. Das kurze Sonnenbad gab den Tieren zusätzliche Energie, so dass sie anschließend im Wasser agiler waren und bessere Chancen beim Beutefang hatten. Das vermuten kanadische Forscher. Über ihre Theorie berichtet das britische Wissenschaftsmagazin New Scientist (Ausgabe vom 31. Juli, S. 13).
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Robert Carroll von der McGill-Universität in Montreal und seine Kollegen bestimmten, wie viel Sonnenenergie die ersten Landgänger in wenigen Stunden aufnehmen konnten. Dazu nutzten die Forscher Informationen über den Körperbau dieser so genannten frühen Tetrapoden und über die klimatischen Bedingungen zur Zeit der ersten Landgänge vor etwa 365 Millionen Jahren.
Mit nur zwei bis drei Stunden Sonnenbad konnten die primitiven Fische ihre Körpertemperatur auf bis zu 35 Grad bringen und damit ihre Stoffwechselrate verdoppeln, ergaben die Berechnungen der Forscher. Damit wurden sie zu wesentlich effektiveren Jägern. Eine ähnliche Strategie kennen Biologen von Krokodilen. Auch diese Reptilien tanken Sonne, bevor sie zur Jagd ins kühle Wasser aufbrechen, und sind nach dem Energieschub weit beweglicher und geschickter.
Es gibt mehrere Theorien, warum die ersten Tetrapoden an Land gingen. So vermuten manche Forscher, dass die Tiere auf diese Weise vor Räubern flüchteten oder dem zunehmend schlammigen Wasser während Trockenzeiten entkamen. Möglicherweise suchten die ersten Landgänger am Ufer auch nach gestrandeten Fischkadavern.
ddp/bdw – Cornelia Dick-Pfaff

















