Ältere Marathonläufer gehören nicht zum alten Eisen
Während der vergangenen Jahre steigerten die reiferen Läufer ihre Leistung stärker als Jungsportler
Die Laufleistungen älterer Sportler sind in den vergangenen zwei Jahrzehnten deutlicher stärker gestiegen als die jüngerer. Vor allem Frauen jenseits der 50 laufen heute auf Langstrecken häufig drastisch bessere Zeiten, haben amerikanische Mediziner bei Teilnehmern des New-York-City-Marathons beobachtet. Über ihre Ergebnisse berichten Peter Jokl von der Yale-Universität in New Haven und seine Kollegen in der Fachzeitschrift British Journal of Sports Medicine (Bd. 38, S. 408).
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Die Sportmediziner analysierten Laufzeit, Alter und Geschlecht von mehr als 400.000 Sportlern, die zwischen 1983 und 1999 an dem weltberühmten Marathon teilgenommen hatten. Insgesamt war die Leistungssteigerung am auffälligsten unter den älteren Sportlern, die unter die ersten fünfzig kamen.
Die Zeiten von Marathonläuferinnen zwischen 50 und 59 Jahren verbesserten sich von Jahr zu Jahr durchschnittlich um mehr als zwei Minuten, fanden die Forscher. Bei den Männern im gleichen Alter steigerte sich die Zeit jährlich zwar lediglich um acht Sekunden, verbesserte sich damit aber immer noch deutlich stärker als bei jungen Athleten zwischen 20 und 30 Jahren, die ihre Leistungen nicht signifikant ausbauten.
"Unsere Daten spiegeln die Möglichkeiten zur Verbesserung der allgemeinen Gesundheit der alternden Bevölkerung wieder", erklärt Jokl. Von Jahr zu Jahr nehmen mehr ältere Sportler an dem Marathon teil, stellten die Wissenschaftler zudem fest. "Das ist keine Überraschung", sagt Jokl. Es gebe generell immer mehr Menschen, die guter Gesundheit und physisch in der Lage sind, an derart anstrengenden Wettkämpfen teilzunehmen.
ddp/bdw – Cornelia Dick-Pfaff

















