Wenn das Hackfleisch leuchtet...
... ist es verdorben: Neuer Test markiert krankmachende Bakterien mit fluoreszierenden Stoffen
Amerikanische Forscher haben einen neuen Schnelltest entwickelt, der sogar einzelne Bakterien nachweisen kann. Damit ist es ihnen gelungen, innerhalb von nur 20 Minuten ein E. coli-Bakterium in einer Probe kontaminierten Rinderhackfleischs zu identifizieren. Das berichten Weihong Tan von der Universität von Florida in Gainesville und seine Kollegen in der Fachzeitschrift PNAS (Online-Vorabveröffentlichung, doi/10.1073/pnas.0404806101).
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Das System arbeitet mithilfe 60 Nanometer kleiner Partikel, die einen fluoreszierenden Farbstoff enthalten. Diese Nanopartikel sind mit Antikörpern verbunden, die speziell auf den gesuchten Bakterien- oder Virenstamm ausgerichtet sind. Über diese Antikörper heften sich die winzigen Kügelchen an ihr Ziel und markieren es mithilfe des Fluoreszenzfarbstoffs. Das von dem Nanopartikel ausgehende Leuchtsignal ist etwa tausendmal stärker als das herkömmlicher mit Fluoreszenzmarkierungen arbeitender Untersuchungsmethoden. Die Zuverlässigkeit ihres Schnelltests konnten die Forscher um Tan mithilfe gängiger Verfahren bestätigen.
Die Methode könnte bei der Identifikation vieler verschiedener Bakterien und Viren helfen und zum Beispiel hilfreich für die Qualitätskontrolle von Fleisch und Wasser sein. Auch bei der medizinischen Diagnose oder im Kampf gegen den Bioterrorismus könnte der neue Schnelltest von Nutzen sein, hoffen die Forscher. Bisherige Methoden sind entweder bei weitem nicht so sensitiv oder benötigen bis zum Ergebnis deutlich mehr Zeit.
ddp/bdw - Cornelia Dick-Pfaff

















