Knoten in der Finsternis
Mehrere Laser können so überlagert werden, dass sich dreidimensionale dunkle Stränge bilden
Britische Forscher haben Knoten aus Finsternis geknüpft. Sie überlagerten dafür Laserlicht so, dass der Bereich völliger Auslöschung verschlungene Stränge und somit ein dreidimensionales Muster ergibt. Theoretisch war dieses nun experimentell bewiesene Phänomen bereits vorhergesagt worden. Über ihre Ergebnisse berichten die Wissenschaftler im Fachmagazin Nature (Bd. 432, S. 165, 11. November).
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Die Forscher um Mark Dennis von der Universität Glasgow hatten zunächst berechnet, wie sie Laserstrahlen manipulieren müssen, damit diese eine verwobene dreidimensionale Struktur bilden. Danach entwickelten sie ein so genanntes Hologramm, das die Lichtwellen wie berechnet streute. Mit einem Hologramm lassen sich aus einem zweidimensionalen Bild dreidimensionale Strukturen erzeugen – ein Effekt, wie er beispielsweise auf den Sicherheitsemblems auf Kreditkarten und Geldscheinen verwendet wird.
Auf das Hologramm lenkten die Forscher dann das Licht von vier Lasern. Es bildeten sich sogenannte optische Wirbel, in deren Zentrum die Intensität des Lichts Null ist. Die lichtlosen Stränge verwoben sich zu den beobachteten Knoten, die sich mit einer hochempfindliche Kamera auch aufnehmen ließen. Die Fähigkeit, solche Knoten zu bilden, zeige wie präzise sich Licht dreidimensional kontrollieren lässt, erklärt Dennis.
ddp/bdw – Barbara Witthuhn


















