Fisch und Fisch gesellt sich gern
Stichlinge bevorzugen Begleiter, deren Lebensumstände den eigenen ähneln
Der Ausspruch "Gleich und gleich gesellt sich gern" gilt auch für Fische: Sie suchen die Nähe von Artgenossen, die in derselben Umgebung wie sie selbst gelebt und das gleiche Futter gefressen haben, fanden Paul Hart und Ashley Ward von der Universität von Leicester heraus. Die Fische erkennen sich dabei über den Geruch, vermuten die Wissenschaftler. Das berichtet die Universität von Leicester.
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Die Forscher arbeiteten mit dem Dreistacheligen Stichling, einem gesellig lebenden Fisch, der im Salz- und Süßwasser vorkommt. Die Wissenschaftler setzten die Fische in unterschiedliche Umgebungen: Eine Gruppe lebte beispielsweise in salzigem Wasser und erhielt gemischtes Futter, eine andere Gruppe wurde eine Zeitlang nur mit Wasserflöhen gefüttert wurden und einer dritten Gruppe wurden nur Mückenlarven vorgesetzt.
Hatten in einem darauffolgenden Experiment die Fische die Wahl, bevorzugten sie ihresgleichen, entdeckten die Forscher: So favorisierten die Fische, die in salzigem Wasser gelebt hatten Argenossen, die ebenfalls in salzigem Milieu aufgewachsen waren. Um ihre Fischfreunde zu erkennen, nutzen die Dreistachligen Stichlinge jedoch nicht ihre Augen. Die Forscher vermuten, dass hier ihr Geruchssinn der Erkennung dient.
Für Fische macht es Sinn, zu wissen, ob sie mit Freunden speisen, denn in der Gemeinschaft sind sie erfolgreicher bei der Futtersuche. Mit fremden Fischen ist der Anreiz zur Kooperation nicht so groß und jeder Fisch kümmert sich nur um sich allein – mit weniger Erfolg: In kooperativen Gruppen produzieren die Individuen mehr Nachwuchs, entweder direkt oder indirekt über Geschwister und Brüder.
ddp/bdw – Anke Biester

















