Schärferer Durchblick
Forscher: Wenn Kinder harte Kontaktlinsen tragen, verschlechtert sich ihr Sehvermögen nicht so schnell
Harte Kontaktlinsen können das Fortschreiten von Kurzsichtigkeit bei Kindern verlangsamen. Das hat ein amerikanisches Forscherteam festgestellt. Die Kontaktlinsen verändern vorübergehend die Form der Hornhaut, die bei Kurzsichtigkeit eine Rolle spielt. Über ihre Ergebnisse berichten Jeffrey Walline von der Staatsuniversität von Ohio in Columbus und seine Kollegen im Fachmagazin Archives of Ophthalmology (Bd. 122, S. 1760).
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Die Wissenschaftler untersuchten drei Jahre lang 116 kurzsichtige Kinder im Alter von acht bis elf Jahren. Die Kinder trugen durchschnittlich 70 Stunden pro Woche entweder weiche oder harte Kontaktlinsen. Das Ergebnis: Bei den Kindern mit harten Kontaktlinsen verschlechterte sich die Sehschwäche nur um knapp 30 Prozent und damit weniger stark als bei den Kindern, die weiche Kontaktlinsen getragen hatten.
Der Augapfel ist normalerweise rund, während er sich bei Kurzsichtigkeit mehr und mehr eiförmig verformt. Kurzsichtigkeit fängt häufig schon im Alter zwischen acht und vierzehn Jahren an. Um die Sehschwäche dauerhaft zu vermindern, müsste die Form des Augapfels in dieser Wachstumsphase kontrolliert werden, schreiben die Wissenschaftler. Die harten Kontaktlinsen können das zwar nicht, doch kurzfristig können die Linsen die Form der Hornhaut verändern und damit die Verschlechterung der Sehfähigkeit verzögern, erklären die Forscher.
ddp/bdw – Eva Hörschgen


















