Warum sich Haie im Meer nicht verirren
Die Fische orientieren sich mithilfe eines eingebauten Kompasses am Erdmagnetfeld
Haie orientieren sich auf ihrem Weg durch die Ozeane am Magnetfeld der Erde. Das hat amerikanisches Forscherteam in Experimenten mit sieben Haien gezeigt: In einem Wassertank reagierten die Tiere deutlich auf Veränderungen von künstlich erzeugten Feldern. Über ihre Ergebnisse berichten Carl Meyer von der Universität von Hawaii in Manoa und seine Kollegen im Fachmagazin Journal of the Royal Society Interface (Online-Vorabveröffentlichung, DOI: 10.1098/2004.0021).
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Die Haie lernten, dass sie an einer bestimmten Stelle ihres Wasserbeckens Futter bekommen, wann immer ein Magnetfeld aktiviert wurde. Nach einer Trainingsphase schalteten die Forscher jedoch nur das Feld ein. Obwohl kein Futter in Sicht war, schwammen die Haie voller Erwartung zum Futterplatz. Dabei reagierten die Haie ausschließlich auf Veränderungen der Felder und nicht auf visuelle Faktoren, erklären die Wissenschaftler. Um das sicherzustellen, waren die Tiertrainer während der Tests für die Haie nicht sichtbar. Auch das Steuergerät für die Erzeugung der Felder war außerhalb des Wassertanks angebracht.
In freier Natur können Haie lange Strecken in einer geraden Linie schwimmen. Auch wurde beobachtet, dass sie sich an unterseeischen Bergen orientieren, an denen magnetische Anomalien auftreten. Forscher hatten daher schon länger vermutet, dass Haie magnetische Felder erkennen können. Bislang gab es dafür allerdings keine Beweise, schreiben Meyer und seine Kollegen. Weitere Untersuchungen sollen jetzt zeigen, wie und ab welcher Stärke Haie auf Magnetfelder reagieren.
ddp/bdw – Eva Hörschgen

















