Vögel: Größeres Gehirn, bessere Anpassungsfähigkeit
Arten mit größerem Denkorgan breiten sich in fremden Gefilden schneller aus
Je größer das Gehirn eines Vogels, desto schneller passt er sich an veränderte Lebensbedingungen an. Damit steigt die Chance, in einer neuen Umgebung zu überleben. Das hat ein internationales Wissenschaftlerteam bei einer Untersuchung von Vögeln gezeigt, die in fremde Lebensräume umgesiedelt worden waren. Über ihre Ergebnisse berichten die Forscher um Daniel Sol von der Freien Universität Barcelona in der Fachzeitschrift PNAS (Online-Vorabveröffentlichung, DOI: 10.1073/pnas.0408145102).
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Bei vielen Arten hat die Größe des Gehirn im Laufe der Evolution auffallend zugenommen. Experten führen diese Entwicklung darauf zurück, dass ein größeres Gehirn seinem Besitzer einen selektiven Vorteil verleiht, da er sich damit besser auf neue Umweltbedingungen einstellen kann. Um diese Theorie zu untermauern, analysierten Daniel Sol und seine Kollegen mehr als 600 Neueinbürgerungen von rund 200 Vogelspezies – darunter auch die Auswilderung des Europäischen Stars in Nordamerika im 19. Jahrhundert.
Vögel, deren Gehirn im Vergleich zu ihrer Körpergröße umfangreicher war, überlebten in der neuen Umgebung besser als ihre Verwandten mit geringerer Gehirngröße, konnten die Forscher zeigen. Entscheidend scheint dabei unter anderem die Innovationsfreudigkeit der Vögel beim Futter zu sein: Wer eher bereit ist, etwas Neues zu probieren – sei es beim Futter selbst oder bei der Füttertechnik – hat die größeren Chancen.
ddp/wissenschaft.de – Stefanie Offermann

















