Kein Platz für Mensch und Elefant
Forscher: Wandernde Menschen rotteten die Rüsseltiere fast weltweit aus
Nicht nur Klimaveränderungen, sondern vor allem der Mensch ist für das Aussterben der Elefanten auf den meisten Kontinenten verantwortlich. Diese Riesensäuger kamen noch vor etwa einer Million Jahren nahezu weltweit vor und starben bis zum Ende des Pleistozäns vor 10.000 Jahren außer in Afrika und Südasien überall aus. Das schließen amerikanische Forscher aus Knochen- und Werkzeugfunden an Jagd- und Essstellen auf vier Kontinenten.
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Die Wissenschaftler untersuchten für ihre Studie in Afrika, Europa, Asien und Amerika 41 Stellen, an denen Elefanten vor einer Million Jahre gejagt und gegessen wurden. Aus dem weltweiten Vorkommen dieser Stellen schlossen die Forscher, dass der Mensch für die starke Abnahme der Elefantenpopulationen verantwortlich ist.
Bestätigt wird diese Annahme durch Funde von Jagdwaffen und einem Speer, der bei den Überresten eines Elefanten aus dieser Zeit entdeckt wurde. Diese Funde lassen darauf schließen, dass bereits der Frühmensch erfolgreich Elefanten jagte. Wichtigster Grund war wohl die Ernährung: Damit der Mensch auch Zonen mit langen Kälteperioden bewohnen konnte, musste er seinen Kalorienbedarf durch Fleisch decken, wenn Pflanzen nicht vorhanden waren. Da erwachsene Elefanten keine natürlichen Feinde haben, sind sie auch weniger vorsichtig, was Räuber angeht. Der Frühmensch sollte also keine Mühen gehabt haben, sich an diese Tiere anzuschleichen und sie aus geringer Entfernung zu töten.
Zum Aussterben der Elefanten und ihrer Verwandten, der Mammuts, trug letztlich auch die Evolution des Menschen selbst bei: Zum einen entwickelte er strategisch ausgeklügelte Jagdtaktiken, zum anderen wurde er vom Verhalten her und auch kulturell so flexibel, dass er alle Gebiete bewohnen konnte, in denen auch Elefanten und Mammuts vorkamen. Das Ende der Eiszeiten öffnete dabei dem Menschen den Zugang zu diesen Gebieten und er begann, sich auszubreiten und die Elefanten und Mammuts auszurotten.
Todd Surovell (Universität von Wyoming) et al:PNAS, Online-Vorabveröffentlichung, DOI: 10.1073/pnas0501947102
ddp/wissenschaft.de – Katharina Schöbi


















