Komet im Anflug auf die Sonne
Neuer Schweifstern verschwindet gerade hinter der Sonne
Der Komet C 2006 P1, im August 2006 vom australischen Astronomen Robert McNaught entdeckt, hat in den vergangenen Tagen für Aufregung unter Hobby-Astronomen gesorgt, wird aber in den nächsten Tagen hinter der Sonne verschwinden. Nach der Umrundung des Gestirns könnte sich der nach seinem Entdecker benannte Komet zu einem der hellsten Objekte am Himmel entwickeln.
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Schon jetzt taucht Komet McNaught als vierthellster Komet seit 1935 in der Liste des Harvard Smithsonian Centers for Astophysics auf. Selbst Hale-Bopp, der Mitte der 1990er Jahre wochenlang mit bloßem Auge zu sehen war, strahlte nicht so hell. Allerdings ist Komet McNaught schwieriger zu beobachten, da er sich bereits sehr nah an seinem sonnennächsten Punkt befindet. Am 13. Januar wird er zum letzten Mal am westlichen Himmel zu sehen sein.
Um ihn beobachten zu können, braucht man einen klaren Himmel und eine gute Sicht auf einen möglichst flachen Horizont. Experten empfehlen außerdem ein Fernglas. Der Komet ist kurz nach Sonnenuntergang etwas rechts von der Venus im Westen zu sehen, bevor er selbst untergeht. In den letzten Tagen war er außerdem auch morgens kurz vor Sonnenaufgang im Osten zu sehen.
Den sonnennächsten Punkt seiner Bahn, das Perihel, erreicht der Komet am 12. Januar. Er wird sich der Sonne bis 25 Millionen Kilometer annähern, das entspricht etwa der Hälfte der Entfernung zwischen Sonne und Merkur. Während er hinter der Sonne verschwindet, ist Komet McNaught zwar nicht am Himmel zu sehen, aber im Internet: Gegen neun Uhr morgens am 12. Januar wird der Schweifstern im Blickfeld des Instruments Lasco des Sonnenobservatoriums Soho auftauchen und es um zwei Uhr nachts am 16. Januar wieder verlassen.
Was nach dem Perihel mit dem Kometen passiert, ist unklar. Da er der Sonne sehr nahe kommt, besteht die Möglichkeit, dass seine Helligkeit noch zunimmt. Einige Beobachter spekulieren, der kosmische Schneeball könnte 40-mal so hell werden wie die Venus. Immerhin könnte er der hellste Komet sein, der jemals das Blickfeld von Soho passiert.
Ute Kehse


















