Vögel mögen Gassi gehen nicht
Hunde stören die Tiere und verringern die Artenvielfalt im Wald
Auch wer mit einem angeleinten Hund im Wald spazieren geht, beeinträchtigt die dort lebenden Vögel. Das haben australische Forscher herausgefunden, als sie die Zahl der Vögel rund um Waldwege bestimmten, die von einem Mensch mit Hund begangen wurden. Nach ihren Ergebnissen ergreifen bei einem solchen Hundespaziergang etwa 40 Prozent der Vögel die Flucht, die Zahl der unterschiedlichen Arten verringert sich um 35 Prozent. Auch wenn der langfristige Einfluss auf die Vogelpopulation wahrscheinlich klein sei, plädieren die Forscher zumindest in einigen Gebieten für Hundeverbote.
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Die Forscher untersuchten in ihrer Arbeit neunzig verschiedene Orte nördlich von Sydney. Sie berücksichtigten sowohl Waldgebiete, in denen Hunde regelmäßig ausgeführt werden, als auch Waldwege in zwei Naturschutzgebieten, in denen Hunde eigentlich verboten sind. Direkt nachdem die Versuchsperson vorbeigelaufen war, beobachtete ein Wissenschaftler zehn Minuten lang den Waldweg und zählte die Vögel und die unterschiedlichen Vogelarten im umgebenden Waldgebiet. Dabei untersuchten die Forscher nicht nur den Einfluss von Versuchspersonen mit Hund, sondern auch von Spaziergängern, die den Waldweg ohne Hund entlanggingen. Als Kontrolle bestimmten sie, wie viele Vögel sich ohne vorherige Störung durch einen Menschen in der Umgebung des Waldweges befanden.
Zwar störten auch Fußgänger ohne Hund die im Wald lebenden Vögel, allerdings noch nicht einmal halb so sehr wie die Versuchspersonen, die einen Hund an der Leine führten, erklären die Forscher. Besonders Vögel, die nahe am Boden leben und brüten, waren betroffen. Da die Zahl der Vögel rund um die häufig besuchten Waldwege genauso stark ab abnahm wie im Naturschutzgebiet, vermuten die Wissenschaftler, dass die Vögel sich nicht an den häufigen Hundebesuch gewöhnen.
Peter Banks und Jessica Bryant (Universität von New South Wales in Kensington): Biology Letters, Online-Vorabveröffentlichung, DOI: 10.1098/rsbl.2007.0374
ddp/wissenschaft.de – Anja Basters


















