Ein Mikroskop für die Fingerspitze
Forscher stellen winzig kleine Vergrößerungsgeräte her
US-amerikanische Forscher haben ein Miniatur-Mikroskop entwickelt, das nur so groß ist wie eine Fingerspitze. Es liefert auch ohne Linsen hochauflösende Bilder und kann eingesetzt werden, um zum Beispiel Blutproben auf Malaria oder Trinkwasser auf Krankheitserreger zu untersuchen. Das Instrument kombiniert Computerchip-Technologie mit Technik der Mikrofluidik, bei der Gase und Flüssigkeiten auf kleinstem Raum gehandhabt werden.
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Das Mini-Mikroskop basiert auf einer Technik, bei der auf klobige optische Elemente verzichtet werden kann. Das Prinzip dahinter ist simpel: Ein Netz von
Da die Löcher diagonal zum Durchfluss der Probe angeordnet sind, überlappen sich die Bilder leicht. Zusammengesetzt ergeben alle Bilder eine erstaunlich präzise, zweidimensionale Abbildung. Da der eigentliche bildgebende Teil des Mikroskops so klein ist, könnten tausende solcher Einheiten auf einem Mikrochip platziert werden, mit denen Proben gleichzeitig auf viele verschiedene Organismen untersucht werden können.
Die Mini-Mikroskope könnten überall dort eingesetzt werden, wo reisefähige Mikroskope nötig sind, wie bei der Diagnose von Krankheiten in unzugänglichen Gegenden in Entwicklungsländern. Für die Zukunft könnten sich die Forscher auch vorstellen, Mikroskopchips in menschliche Körper zu implantieren, um nach sich ausbreitenden Krebszellen zu suchen.
Changhuei Yang (California Institute of Technology, Pasadena) et al.: PNAS, Online-Vorabveröffentlichung, DOI: 10.1073/pnas.0804612105
ddp/wissenschaft.de – Uwe Thomanek


















