13.11.2000 - Paläontologie
Frühe Dinosaurier entwickelter als erwartet
Italienische Forscher haben die Knochen eines überraschend hoch entwickelten Dinosauriers aus der frühen Jurazeit vor etwa 200 Millionen Jahren gefunden. Die in Provinz Saltrio (Lombardei) entdeckte Tierart war etwa acht Meter lang, wog über eine Tonne und hatte einen langen Hals sowie scharfe, sieben Zentimeter lange Zähne. Das Tier gelte als eines der ältesten bisher entdeckten Fleischfresser, berichteten Paläontologen vom Museum für Naturkunde in Mailand. Die Art wurde nach dem Entdeckungsgebiet "Saltriosaurus" getauft.
"Es handelt sich um einen wichtigen Fund", sagte Prof. Cristiano Da Sasso laut italienischen Zeitungsberichten vom Freitag. "Bislang ging man davon aus, dass es unter den Fleisch fressenden Dinosauriern des frühen Jura nur primitivere Tierformen gab." Den Forschern gelang es, das Skelett aus mehr als 100 Knochenstücken zu rekonstruieren. Der Saltriosaurus ähnle dem Allosaurus, der in Amerika ausgegraben wurde, sei aber 20 Millionen Jahre älter.
Der Fund bestätigt nach Meinung der Experten zugleich die Auffassung, dass sich bereits im frühen Jura im heutigen Oberitalien große Landmassen gebildet hätten. Ansonsten könne ein so großes Tier nicht gelebt haben, hieß es zur Begründung. Wahrscheinlich seien Oberitalien und die heutige Schweiz bereits eine zusammenhängende Landmasse gewesen.
dpa
"Es handelt sich um einen wichtigen Fund", sagte Prof. Cristiano Da Sasso laut italienischen Zeitungsberichten vom Freitag. "Bislang ging man davon aus, dass es unter den Fleisch fressenden Dinosauriern des frühen Jura nur primitivere Tierformen gab." Den Forschern gelang es, das Skelett aus mehr als 100 Knochenstücken zu rekonstruieren. Der Saltriosaurus ähnle dem Allosaurus, der in Amerika ausgegraben wurde, sei aber 20 Millionen Jahre älter.
Der Fund bestätigt nach Meinung der Experten zugleich die Auffassung, dass sich bereits im frühen Jura im heutigen Oberitalien große Landmassen gebildet hätten. Ansonsten könne ein so großes Tier nicht gelebt haben, hieß es zur Begründung. Wahrscheinlich seien Oberitalien und die heutige Schweiz bereits eine zusammenhängende Landmasse gewesen.
dpa