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16.01.2003 - Physik

"Paranuss-Effekt": Schütteln schafft Ordnung in der Müslipackung

Deutsche Experimentalphysiker liefern neue Erklärungen zum besseren Verständnis von Granulaten

Ob sich in der Müslipackung die Nüsse oben oder unten finden, hängt davon ab, wie kräftig die Packung geschüttelt wird. Zu diesem Schluss kommen Experimentalphysiker um Ingo Rehberg von der Universität Bayreuth.

Für ihre Versuchsreihen schüttelten die Forscher Mischungen von verschieden großen Metall-, Glas- und Holzkügelchen in einem Glaszylinder kräftig durch. Abhängig davon, wie lange und wie kräftig sie schüttelten, konnten die Physiker in etwa 80 Prozent der Fälle die Anordnung der Teilchen nach dem Versuch zutreffend vorhersagen, berichtet der Online-Dienst des Fachmagazins "Nature".

Das als "Paranuss-Effekt" bekannte Phänomen bereitet Physikern schon lange gehöriges Kopfzerbrechen. Es besagt, dass in einem Granulat bei Erschütterungen die großen Bestandteile meist nach oben wandern. Laut bisherigen Theorien kommt es dabei aber hauptsächlich auf Größe und Form der Bestandteile an. Die Erkenntnisse der Physiker sind auch für die Industrie interessant. Bei vielen Stoffmischungen soll die ursprüngliche Verteilung der verschieden Bestandteile auch beim Transport nicht verloren gehen. Beispiele sind Mischungen aus Sand, Zement, oder in Arzneimitteln oder chemischen Produkten.


ddp/bdw – Sebastian Moser Granulate

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