11.04.2003 - Technik
Exaktes Dosieren: Weltkleinste Pipette aus Nanoröhrchen entwickelt
Winziges Werkzeug für Untersuchung von Zellen und als Wirkstoffspender
Parallel zu pfiffigen Nanostrukturen für elektronische und molekular-biologische Anwendungen entwickeln Wissenschaftler geeignete Werkzeuge, um diese neuen Materialien auch bearbeiten zu können. Für winzigste Flüssigkeitsmengen und als empfindliche Spitze für Probenentnahmen aus Zellen ließen amerikanische Forscher nun eine Nanopipette wachsen. Die Produktion dieses konischen Nanowerkzeuges aus einem kohlenstoffhaltigen Plasma beschreiben die Forscher im Fachblatt Nano Letters.
Einzelne Kohlenstoff-Nanopipette.
Anordnung von Nanopipetten auf einem platinüberzogenen Diamantträger.
"Diese Nanopipetten könnten einzigartige Anwendungen bei Rastertunnelmikroskopen, für Nanofluide und bei der Analyse von Flüsigkeiten in einzelnen Zellen finden", so Sunkara. Doch die interessantesten Ergebnisse erhofft sich der Forscher für die Dosierung winziger Wirkstoffmengen an exakten Zielen.
Nun arbeiten die Wissenschaftler an einer Technik, um ganze, dichte Areale mit solchen Nanopipetten zu bestücken. Wirksame Arzneien könnten so extrem exakt dosiert und vor allem in empfindlichen Hautbereichen oder innerhalb des Auges verabreicht werden.
Jan Oliver Löfken Nanotechnologie