07.01.2010 - Raumfahrt
Blinke, blinke, kleiner Stern
Ein Glitzern weist Forschern den Weg zu Wasser auf fernen Planeten
Mit einer simplen Methode wollen Forscher der NASA künftig Wasser auf Planeten außerhalb unseres Sonnensystems entdecken: Sie suchen nach reflektierenden Oberflächen. Im Gegensatz zu den rauen Oberflächen der Landmassen sind Wasser- oder Eisflächen glatt genug, um einfallendes Licht zurückwerfen zu können. Der zu beobachtende Effekt wäre einer im Sonnenlicht glänzenden Motorhaube vergleichbar. Damit das Teleskop der Raumsonde Deep Impact Wasser oder Eis tatsächlich entdecken kann, müssen allerdings einige Bedingungen erfüllt sein: Die Flächen müssen groß genug sein, und die Sonde muss in einem günstigen Winkel zwischen dem Planeten und einer der Sonne vergleichbaren Lichtquelle stehen, berichtet die US-amerikanische Luft- und Raumfahrtbehörde.
Anhand von reflektierendel Licht soll die Deep-Impact-Sonde der NASA Wasser auf fernen Planeten auspüren. Foto: NASA
Beim Anschauen der Videobänder auf dem Monitor beobachteten die Wissenschaftler einige überraschend deutliche Reflexionen. Diese stammten nicht nur von Ozeanen, wo vor allem ruhigere Regionen zu erkennen waren, sondern sogar von großen Seen. Die Ergebnisse lassen die Forscher auf Erfolge auch in anderen Sonnensystemen hoffen: „Wenn wir große Wassermengen auf einem entfernten Planeten entdecken würden, wären wir optimistischer, dort auch Leben zu finden“, erklärt Deming die Bedeutung der Mission.
Mitteilung des Goddard Space Flight Center der NASA in Greenbelt, Maryland
ddp/wissenschaft.de – Mascha Schacht