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Allgemein

5: Bestehen Risiken für Die G

5: Bestehen Risiken für Die Gesundheit?

Keine Toten und keine neuen Allergien: „Es ist nirgends ein Fall dokumentiert, wo Verbraucher durch die Grüne Gentechnik einen Nachteil gehabt hätten“, formuliert Hans-Jörg Buhk, Leiter der Abteilung Gentechnik beim Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL). Von daher habe sich das mehrstufige Kontroll- und Zulassungssystem in den Industrieländern bewährt.

Doch die Kontrollen sind nicht perfekt, und die Behörden werden regelmäßig ausgetrickst. So flog beispielsweise Ende 2000 in den USA ein nicht zugelassener Bt-Mais von Aventis auf, Anfang 2005 ein Bt-Mais von Syngenta. Im Juli 2006 musste BayerCropScience das US-Landwirtschaftsministerium informieren, dass LL-Reis 601 von Freilandversuchen aus unbekannten Gründen in die Produktion gelangt war – Reis, der sich wenig später auch in der EU in Lebensmitteln fand.

Illusion ist auch die Vorstellung geblieben, gentechnische Veränderungen ließen sich auf Dauer auf einige Standorte oder Sorten begrenzen. Wind und Wetter verbreiten Pollen und Früchte unaufhaltsam: In Kanada stießen Tester bereits auf Raps-Pflanzen, die gleich zwei Herbizid-Resistenzen aufweisen. Sie müssen durch wilde Kreuzung entstanden sein, denn kein Hersteller produziert sie so. Ähnliches passierte bei Versuchen mit herbizidresistenten Zuckerrüben in Italien.

Aus Vorsicht forderte die Zentrale Kommission für die Biologische Sicherheit schon 1997, in Organismen wenigstens nur die neuen Gensequenzen einzubringen, die wirklich nötig sind. Das gilt auch für die heftig umstrittenen Antibiotika-Resistenzen. Rund die Hälfte der kommerziell angebauten Gentechnik-Pflanzen trägt zusätzlich Gene, die Resistenzen gegen bestimmte Antibiotika vermitteln. Die Resistenzen dienen lediglich als Marker, um bei der Entwicklung neuer Pflanzen im Labor frühzeitig jene Zellen zu identifizieren, in die gewünschte Gene erfolgreich eingeschleust wurden.

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Die Risiken durch diese Resistenz- Gene auf dem Acker gelten als gering. Sie sorgen aber seit Beginn der Grünen Gentechnik für Zündstoff in Risikodebatten und für Kosten in der Sicherheitsforschung. „Antibiotika-Resistenzen in gentechnisch veränderten Pflanzensorten sind nicht mehr vermittelbar“, meint Jochen Kumlehn vom Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung, (IPK) in Gatersleben – zumal zahlreiche Alternativen zur Verfügung stehen.

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Rap  〈[ræp] m. 6; Mus.〉 mechanischer Sprechgesang, der dem Rhythmus sich wiederholender Bass– u. Schlagzeugfiguren angepasst ist; oV Rapping … mehr

A  I 〈n.; –, – od. –s〉 1 erster Buchstabe des Alphabetes 2 〈Mus.〉 Tonbez., Grundton der A–Dur–Tonleiter … mehr

Gras|frosch  〈m. 1u; Zool.〉 häufigster u. verbreitetster Landfrosch Mittel– u. Nordeuropas: Rana temporaria

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