Aktualität, die Radarkarte und ein neuer Techniktest - wissenschaft.de
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Aktualität, die Radarkarte und ein neuer Techniktest

Leiden Monatszeitschriften unter einem Aktualitätsproblem? In einer Zeit, die unter dem Diktat der Gegenwart steht wie niemals zuvor, in der Bücher bereits wenige Wochen nach Ablauf eines Ereignisses auf dem Markt sind – wie bei den Olympischen Spielen -, paßt der scheinbar beschauliche Rhythmus eines Monatsmagazins manchem Verleger nicht mehr ins Konzept.

Ein großes monatlich erscheinendes Computermagazin hat jetzt den Erstverkauf so weit vorverlegt, daß es das Januarheft in der zweiten Hälfte besagten Monats nicht mehr zu kaufen gibt. Ist ein Heft durch diesen Schachzug aktueller? Oder sollte ein Monatsmagazin aktuelle Ereignisse einfach lässig überspielen? Nein! Denn wesentliche Zusammenhänge werden in den tagesaktuellen Medien oft gar nicht geschildert. Nur ein Beispiel: Anfang November erklärte der baden-württembergische Wirtschaftsminister Walter Döring (FDP) überraschend das Ende des öffentlichen Engagements beim Multimedia-Feldversuch in Stuttgart. Die Hintergründe können Sie bei uns jetzt nachlesen. Denn keiner der unmittelbar nach dem Ereignis veröffentlichten Artikel informierte so umfassend und über das „Ländle“ hinausblickend wie jetzt der spannende Bericht von Bernd Müller, unserem Redakteur für Physik und Neue Medien (ab Seite 112). Hintergründe abseits der lautstarken politischen Querelen zu liefern, heißt eben auch tiefgründig – und zeitintensiv – zu recherchieren.

Aktualität schaffen Monatsmagazine auch auf andere Weise. Weltweit erstmals stellt Ihnen bild der wissenschaft die Karte eines Staates vor, die im wesentlichen auf den Beobachtungen eines Radarsatelliten basiert. Der dazugehörende Beitrag schildert, wie diese Karte (Seite 85) entstand. Dabei ist seit der Abmachung, daß die Radarkarte Deutschlands der Öffentlichkeit durch unser Heft präsentiert wird, schon etliche Zeit verstrichen. Nach einem lockeren Abendtermin einfach so mal auf Chefebene abgesprochen, dauerte es Jahre, ehe Myriaden von Satellitendaten so aufbereitet waren, daß daraus ein ästhetisches Kartenwerk wurde. Detlev Kosmann, der zuständige Projektleiter bei der Deutschen Forschungsanstalt für Luft- und Raumfahrt DLR, behielt stets die Nerven. Ihm vor allem verdanken wir und Sie, daß aus einem aneinandergeklammerten Streifenmosaik (rechts) eine prächtige Farbdarstellung unseres Lebensraumes entstanden ist.

Eine Neuheit ist auch „der bdw-Techniktest“, den Sie von nun ab in dieser Zeitschrift finden. Keine Angst: Wir wollen Sie nicht langweilen, indem nun auch wir irgendwelche Produktvergleiche ziehen. Andere – etwa die Stiftung Warentest – machen das mustergültig. Wir nähern uns von einer anderen Warte und nicht aus technologischem Blickwinkel. Darüber erfahren Sie in anderen bdw-Beiträgen eine Menge. Im „Techniktest“ geht es uns darum, ganz pragmatisch herauszufinden, ob innovative Geräte so einfach zu bedienen sind, wie es Hersteller oder Dienste-Anbieter behaupten: kinderleicht. Unsere unterhaltend beschriebenen Erstbekanntschaften mit einem Produkt werden garniert mit Informationen, die so nicht in der Werbung stehen. Viel Vergnügen bei unserem Erstversuch auf Seite 111.

Wolfgang Hess

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