Alles wieder gut?: „Lexikon der Öko-Irrtümer" von Dirk Maxeiner, Michael Miersch - wissenschaft.de
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Alles wieder gut?: „Lexikon der Öko-Irrtümer“ von Dirk Maxeiner, Michael Miersch

Ein Lexikon soll uns das schlechte Umwelt-Gewissen nehmen. Dirk Maxeiner und Michael Miersch räumen darin angeblich mit allerlei Öko-Irrtümern auf. Doch ihre großspurig angekündigten „Zahlen und Fakten, die ein erheblich differenzierteres Bild über die Lage des Planeten ermöglichen“, gründen sich vornehmlich auf längst überholte Beispiele:

Wohl wahr, der Club of Rome hat im Jahre 1972 das Ende der Erdöl-Ressourcen fälschlicherweise für die Jahrtausendwende vorhergesagt. Damit dürfte er sich der heutigen Einschätzung zufolge um bis zu 100 Jahre geirrt haben. Das ist zwar längst bekannt – aber für Maxeiner und Miersch doch Grund genug, gleich alle Warnungen vor einer Ressourcenverknappung mit einem Schwung vom Tisch zu fegen. Für sie spielt es offenbar keine Rolle, daß die prinzipielle Ermahnung zum ressourcensparenden Leben ziemlich unabhängig von einem genau kalkulierbaren Termin für den letzten geförderten Barrel Erdöl ist und damals wie heute faktisch durchaus Substanz hat.

Auch gelingt es den beiden Journalisten nicht, die „in der Umweltdebatte vorherrschende Mischung aus Panik und ideologischen Heilslehren“ dadurch auszumerzen, daß sie in ihrem Buch aufzeigen, „wo die wahren Probleme liegen“.

So erwecken Maxeiner und Miersch schließlich den Eindruck, daß sie mit ihren „Öko-Irrtümern“ vor allem an den Verkaufserfolg ihres 1996 erschienenen umsatzträchtigen Buches „Ökooptimismus“ anknüpfen wollen.

Dirk Maxeiner, Michael Miersch LEXIKON DER ÖKO-IRRTÜMER Eichborn Verlag Frankfurt/Main, 1998 416 S., DM 44,-

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Christina Berndt / Dirk Maxeiner / Michael Miersch

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