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Babybild des Alls

Lange erwartet und nun endlich veröffentlicht: Das schärfste Bild vom Feuerballstadium der Urzeit unseres Universums. Ein Jahr lang hat die Raumsonde WMAP (Wilkinson Microwave Anisotropy Probe) die Kosmische Hintergrundstrahlung des gesamten Himmels vermessen. Die Strahlung stammt aus der Zeit, als der Weltraum durchsichtig wurde, weil er sich so weit abgekühlt hatte, dass sich die freien Elektronen mit den Atomkernen zu den Atomen verbanden. Das geschah den neuen Daten zufolge 380000 Jahre nach dem Urknall, der vor 13,7 Milliarden Jahren plus/minus 1 Prozent geschah. Aus den winzigen Temperaturschwankungen der rund minus 270 Grad Celsius kalten Hintergrundstrahlung konnte das Kosmologen-Team um Charles L. Bennett am Goddard Space Flight Center der NASA in Greenbelt, Maryland, den jeweiligen Anteil der Grundbestandteile des Kosmos präziser errechnen als jemals zuvor: 4 Prozent entfallen auf die gewöhnliche Materie, 23 Prozent auf die unbekannte Dunkle Materie und 73 Prozent auf die rätselhafte Dunkle Energie, durch die sich die Ausdehnung des Weltraums heute beschleunigt (bild der wissenschaft 7/2001, „Die mysteriöse Dunkle Energie“). WMAP entdeckte anhand der Polarisation der Hintergrundstrahlung außerdem, dass die ersten Sterne bereits 200 Millionen Jahre nach dem Urknall leuchteten – viele hundert Millionen Jahre früher als bislang gedacht. Die amerikanische Raumsonde ist am 30. Juni 2001 gestartet und umkreist die Sonne 1,5 Millionen Kilometer von der Erde entfernt (bild der wissenschaft 6/2001, „Die Lauschposten“). Sie wurde jetzt nach dem im September 2002 verstorbenen Kosmologen David Wilkinson von der Princeton University benannt, einem Mitglied des Forscherteams. WMAP wird noch drei weitere Jahre den Himmel vermessen.

Hans Groth

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