bild der wissenschaft-Leserreise in die Hocharktis: Noch einige Plätze frei - wissenschaft.de
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bild der wissenschaft-Leserreise in die Hocharktis: Noch einige Plätze frei

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Die Rundreise führt die Teilnehmer von Spitzbergen nach Ostgrönland und auf die Vulkaninsel Jan Mayen.
2007 ist das internationale Polarjahr. Zum dritten Mal seit 1882 vereinigen Forscher auf der ganzen Welt ihre Kräfte, um die Rätsel der eisigen Erdkappen zu lösen. Aus diesem Anlass organisiert bild der wissenschaft eine Expeditionsfahrt in die Hocharktis, wie es sie bisher nicht gegeben hat. Mit dem zum modernen Expeditionsschiff umgebauten eisverstärkten Forschungsschiff „Professor Multanovskiy“ werden die Teilnehmer 23 Tage den Spuren deutscher Forscher folgen und faszinierende Highlights der Arktis erkunden: Spitzbergen, das Nordpolarmeer, die Fjorde Ostgrönlands und die einsame Vulkaninsel Jan Mayen

Wissenschaftlicher Reiseleiter ist Hannes Grobe vom Alfred-Wegener-Institut (AWI). Er ist geprüfter Forschungstaucher und kennt die Arktis durch viele Reisen. In seinen wissenschaftlichen Arbeiten untersucht er die Klimaentwicklung in Polargebieten und die Geologie der Meere. Er ist der Gründer eines Weltdatenzentrums für die Meeresforschung am AWI. Unterstützt wird er auf der Reise von drei wissenschaftlichen Experten verschiedener Fachgebiete. Aus der bild der wissenschaft-Redaktion wird Sie auf der Expedition Biologie-Redakteur Thomas Willke ab Frankfurt-Flughafen begleiten.

Das Reiseprogramm

Dienstag 14. August

Flug von Frankfurt/Main nach Oslo.

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Mittwoch, 15. August

Ankunft in Longyearbyen, dem Zentrum von Spitzbergen. Vor dem Einschiffen steht Zeit zur individuellen Erkundung des Ortes zur Verfügung. Am frühen Abend legen wir ab und fahren zur Westküste.

Donnerstag, 16. August

Diesen Tag werden wir im Hornsund verbringen, einer spektakulären Landschaft mit vielen Gletschern und Bergen. Dabei wollen wir die polnische Forschungsstation in Isbjørnhamna besuchen.

Freitag, 17. August

Wir versuchen eine Landung bei Kapp Lee im Nordwesten von Edgeøya, um die bizarre Landschaft Südost-Svalbards mit ihrer Tundra und hocharktischen Tierwelt zu erleben. Auf Barentsøya werden wir auf die Würzburger Hütte treffen, die 1959 von einer deutschen Expedition gebaut wurde.

Samstag, 18. August

Wir befahren die Hinlopenstraße vor Nordaustland. In dieser hochpolaren Kältewüste gibt es große Vogel- und Walrosskolonien.

Sonntag, 19. August

Heute kommen wir auf unserer Reise dem Nordpol am nächsten: Nördlich von Nordaustland erreichen wir über 80 Grad nördlicher Breite. Eisbären gibt es hier häufig.

Montag, 20. August

Die spitzen Berge Nordwestspitzbergens inspirierten Willem Barents 1596 zum Namen „Spitzbergen“. Bei gutem Wetter besuchen wir Hamburgbukta, wo Reste einer norddeutschen Walfängerstation aus dem 17. Jahrhundert zu sehen sind.

Dienstag, 21. August

In der nördlichsten Siedlung der Erde, Ny Ålesund, werden uns Forscher des Alfred-Wegener-Instituts ihre Projekte vorstellen.

Mittwoch, 22. bis Donnerstag, 23. August

Kurs auf Grönland. Wenn es das Wetter erlaubt, folgen wir der Packeisgrenze. Dr. Grobe und sein Expertenteam werden uns während der Überfahrt mit Geschichte und Natur der Region vertraut machen.

Freitag, 24. August

Zeit und Ort unserer Landung in Ostgrönland werden von Wetter und Eis abhängen. Wahrscheinlich betreten wir in Myggebugten zum ersten Mal die Tundra Grönlands. Wenn die Eisverhältnisse es zulassen, fahren wir in den Kaiser-Franz-Josef-Fjord ein, der während der Zweiten Deutschen Nordpolarfahrt 1869/70 entdeckt wurde. Die Landschaft besticht durch steile Felswände, in denen farbenprächtige Schichten zu fantastischen Mustern gefaltet sind.

Samstag, 25. August

Bei Wanderungen im Herzen des Kaiser-Franz-Josef-Fjords können wir inmitten einer grandiosen Landschaft auf Schneehasen, Moschusochsen oder Eistaucher stoßen. Auf der Westseite des Fjords erhebt sich der 1500 Meter hohe Berg Teufelsschloss.

Sonntag, 26. August

Im Kong-Oscar-Fjord machen wir eine weite Wanderung in der farbenfrohen Herbsttundra. Dann setzen wir Kurs entlang der Außenküste auf den Scoresby-Sund, das größte Fjordsystem der Erde.

Montag, 27. August

Wir erreichen den Scoresby-Sund. Zunächst folgen wir der schroffen Volquart-Boons-Küste mit ihren Gletschern und steilen Basaltbergen. Nachmittags landen wir auf der Danmark Ø. Hier sehen wir Reste einer vor gut 200 Jahren verlassenen Inuit-Siedlung.

Dienstag, 28. August

Wir sind im Herzen des Scoresby-Sunds nah am Inlandeis Grönlands. Mit Hilfe von Schlauchbooten machen wir aus nächster Nähe mit riesigen Eisbergen Bekanntschaft. Eine Wanderung führt uns durch die herbstlich farbenfrohe Tundra mit Zwergbirken und Krähenbeeren. Hier ist die Heimat der Schneehühner.

Mittwoch, 29. August

Auch heute gibt es im Scoresby-Sund die Gelegenheit für Streifzüge durch Tundra und Berge.

Donnerstag, 30. August

Wir besuchen Ittoqqortoormiit. Viele der 550 Einwohner betreiben heute noch Jagd auf Robben, Moschusochsen und Eisbären, deren Felle auf Holzgestellen trocknen. Mittags verlassen wir Grönland und setzen Kurs auf Jan Mayen.

Freitag, 31. August

Während der Überfahrt lohnt es sich, nach Walen Ausschau zu halten. Das Expertenteam um Dr. Grobe lädt zu Vorträgen ein.

Samstag, 1. September

Auf der abgelegenen und selten besuchten Insel Jan Mayen, inmitten des Nordatlantiks, beherrscht der vergletscherte Vulkan Beerenberg mit seinem 2277 Meter hohen Gipfel die Landschaft. Wenn es das Wetter zulässt, sind mehrere Landgänge geplant, um die erstaunlich vielfältige Natur und Geschichte von Jan Mayen zu erleben.

Sonntag, 2. bis Montag, 3. September

Kurs Spitzbergen. Zwischen den Vorträgen ist Zeit, um nach Walen, Delfinen, Robben und Meeresvögeln Ausschau zu halten.

Dienstag, 4. September

Unsere Expedition endet in Longyearbyen. Von hier aus fliegen wir nach Oslo.

Mittwoch, 5. September

Flug von Oslo nach Frankfurt/Main.

Das Schiff

1983 in Finnland als Forschungsschiff gebaut, wurde die „Professor Multanovskiy“ 2000 zum modernen Expeditionsschiff umgerüstet. Aufgrund ihrer hohen Eisklasse und Wendigkeit eignet sie sich ideal für individuelle Expeditionsreisen in polare Gewässer. Die Multanovskiy hat 52 Plätze in Außenkabinen. Zwei Messen, Vortragsraum und Lounge mit Bibliothek bieten Platz für Muße und Gespräche. Die Brücke kann während der Fahrt besucht werden und ermöglicht zusammen mit ausreichend Deckfläche Außenbeobachtungen ohne Gedränge. Für die Exkursionen werden wendige starke Schlauchboote eingesetzt.

Leistungen und Preise

Im Preis enthalten sind Hin- und Rückflug von/bis Frankfurt/Main mit Lufthansa und SAS/Braathens in der Economy-Klasse nach Longyearbyen auf Spitzbergen via Oslo (inklusive Flughafen- und Sicherheitsgebühren), 2 Hotelübernachtungen nahe Oslo im DZ/EZ mit DU/WC inklusive Frühstück (flugplanbedingt alternativ in Longyearbyen), Transfers in Longyearbyen, Schiffsreise in der gebuchten Kabinenkategorie, Landgänge mit Schlauchbooten, Vollpension an Bord, deutschsprachige Reiseleitung von/bis Frankfurt/Main, Reisepreissicherungsschein, Informationsmaterial sowie eine Reiserücktritts- und Reiseabbruchversicherung.

Nicht enthalten sind persönliche Ausgaben, Getränke, Trinkgelder und die Reisekrankenversicherung.

Der Reisepreis beträgt pro Person in der Zweieraußenkabine mit einzeln stehenden Betten und Waschbecken 8256 Euro. Die Reise dauert vom 14.8.2007 bis zum 5.9.2007.

Die Mindestteilnehmerzahl beträgt 30. Bei dieser Reise handelt es sich um eine Expedition. Die eigentlichen Tour-Dirigenten sind das Wetter, die Eisverhältnisse und das Meer. Das letzte Wort hat der Kapitän, denn trotz moderner Schiffs- und Navigationstechnik kann man solche Fahrten nur mit der Natur und nicht gegen sie unternehmen. So kann die Fahrt in den Kaiser-Franz-Josef-Fjord nicht garantiert werden. Ändert sich der Reiseverlauf, wird eine alternative Route durchgeführt. Änderungen bleiben ausdrücklich vorbehalten.

Wanderungen und Ausflüge sind auch für Ungeübte zu bewältigen. Das Ein- und Aussteigen in die Schlauchboote erfordert körperliche Fitness, aber keine extreme Sportlichkeit. Das Ausfüllen eines medizinischen Fragebogens vor Reiseantritt ist vorgeschrieben.

Weitere Auskünfte erhalten Sie bei: Melanie Epp Nordwind Reisen Tel.: 08331/870 73 Fax: 08331/476 24

E-Mail: melanie@nordwindreisen.de

Bei Frau Epp können Sie die Reise auch buchen. Die Reise wird veranstaltet von Nordwind Reisen GmbH in Zusammenarbeit mit bild der wissenschaft. Es gelten die Reisebedingungen von Nordwind Reisen GmbH, die Ihnen mit der Bestätigung Ihrer Anmeldung zugesandt werden.

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