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Allgemein

Bildtelefon T-View 100 – Auge in Auge

und funktioniert’s?

Den ersten Kontakt mit einem Bildtelefon hatte ich vor ungefähr vier Jahren. Bei einer Pressekonferenz in Ulm wollten sich die anwesenden Wissenschaftler mit ihrem Minister in Stuttgart unterhalten. Im Prinzip klappte die Verbindung (nach mehreren Anläufen), die Bildqualität war aber so schlecht und die Bewegungen der Personen so ruckelig, daß mir der Appetit auf Bildtele- fone zunächst einmal verging. Um so überraschender war der erste Kontakt mit dem neuen T-View 100 der Telekom. Die Installation ist kinderleicht: Telefonkabel mit der ISDN-Buchse verbinden, Netzgerät in die Steckdose stecken und MSN-Nummer eingeben (wird beim ISDN-Anschluß von der Telekom mitgeteilt). Nach fünf Minuten läßt sich die erste Bildverbindung aufbauen – vorausgesetzt, der Gesprächspartner verfügt über ein entsprechendes Gerät. Die Bildqualität ist gut, die Schärfe ist sowohl in ein paar Metern Entfernung von der eingebauten Kamera als auch direkt vor dem Schirm tadellos – gut genug, um zum Beispiel Schriftstücke mit größeren Lettern oder Konstruktionspläne zu übertragen.

Auch beim T-View 100 ruckeln die Bilder noch. Schnelle Bewegungen werden nicht flüssig, sondern leicht zerhackt dargestellt. Allerdings ist der Effekt so schwach, daß er kaum stört. Wer auf optimale Bildqualität Wert legt, kann (gegen entsprechend höhere Verbindungsgebühr) zwei ISDN-Kanäle belegen. Normalerweise reicht ein Kanal, dann bleibt der andere frei für weitere Anrufe oder Faxe. Laut Telekom verheißen alle Marktstudien dem T-View 100 eine rosige Zukunft. Schließlich sagt ein Bild mehr als tausend Worte – das gilt in fast allen Bereichen der Arbeitswelt. Aber auch für Privatleute ist das Gerät mit einem attraktiven Preis von knapp 1000 Mark eine Überlegung wert. Vor allem für Gehörlose oder ältere Menschen bietet das Bildtelefon eine wichtige Bereicherung der Kommunikationsmöglichkeiten.

Der Preis

Das T-View 100 kostet 998 Mark, im Doppelpack 1798 Mark, und ist in allen T-Punkt-Läden zu haben. Enthalten ist ein vollwertiges ISDN-Telefon mit allen Schikanen sowie ein integrierter Anrufbeantworter.

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Die Bedienung

Die Anzahl an Funktionen im Handbuch wirkt auf den ersten Blick verwirrend. Die meisten Einstellungen sind aber nur einmal nötig beziehungsweise werkseitig schon sinnvoll voreingestellt. Die gebräuchlichsten Funktionen sind leicht zu erreichen, weniger wichtige lassen sich auf vier Schnelltasten legen.

Der Zusatzservice

Zur Einführung des T-View 100 bietet die Telekom einen neuen Informationsservice an. Unter der Nummer 01805-212 212 00 erhält man die neuesten Sportnachrichten, die Wettervorhersage, die Lottozahlen oder TV-Tips auf den Schirm. Witzig: Kurze Trailer aktueller Kinofilme lassen sich abrufen – bisher ist das Angebot allerdings noch spärlich. Die Bildqualität erreicht zwar nicht Fernsehniveau, genügt aber zum Reinschnuppern. Die Bedienung ist dank der grafisch gelungenen Aufbereitung kinderleicht. Vorerst ist der Service kostenlos, später sollen einzelne Angebote gebührenpflichtig sein.

Die Alternativen

Zum Bildtelefonieren braucht man kein Bildtelefon. Für den PC gibt es Komplettpakete, die Kamera, ISDN-Karte und Software enthalten. Diese Variante ist flexibler einsetzbar – weil zum Beispiel Bilder gespeichert werden können -, aber auch deutlich umständlicher zu bedienen. Gängige Programme wie “ProShare” von Intel sind kompatibel zum internationalen H.320-Standard und verstehen sich problemlos mit dem T-View 100.

Die Zukunft

Schon dieses Jahr wollen mehrere Anbieter Set-Top-Systeme auf den Markt bringen, die den Fernseher zum Bildtelefon aufrüsten. Sie enthalten eine Kamera und einen ISDN-Anschluß und werden per Fernbedienung gesteuert. Ebenfalls in diesem Jahr will die Telekom die T-Net-Box, den netzinternen Miet-Anrufbeantworter, so erweitern, daß sie auch Bildsignale aufzeichnet. Dann gehen keine Bilder verloren, wenn man mal nicht zu Hause ist.

Bernd Müller

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Lehr|ver|hält|nis  〈n. 11〉 Verhältnis als Lehrling zum Meister ● in einem ~ stehen

coll’ar|co  〈Mus.; Abk.: arc.〉 (für Streichinstrumente) mit den Bogenhaaren (zu streichen) [ital., ”mit dem Bogen“]

hoch|ent|wi|ckelt  auch:  hoch ent|wi|ckelt  〈Adj.〉 in der Entwicklung weit fortgeschritten, verfeinert, fein ausgeprägt … mehr

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