Christa Sommerer - wissenschaft.de
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Christa Sommerer

Kunst trifft Forschung

Wenn Räume mit ihren Bewohnern reden, wenn die Reise im Internet zum Dialog mit dem Medium wird oder wenn in einem Aquarium die Evolution künstlichen Lebens zu sehen ist, dann hatte wahrscheinlich Christa Sommerer ihre Hand im Spiel. „Meine interaktiven Installationen liegen irgend-wo zwischen Kunst und Forschung“, beschreibt die Medienkünstlerin ihre Werke. Ob die Prinzipien der Evolution, künstliches Leben oder neue Formen der Mensch-Computer-Interaktion – in ihren Installationen wird graue Theorie zur Kunst. Kunst und Wissenschaft sind für die 39-Jährige ein gutes Paar. Als sie 1982 nach dem Abitur vom oberösterreichischen Gmünden nach Wien zog, um dort Biologie zu studieren, inspirierte sie die Anatomie der Pflanzen. Die Akademie für Bildende Künste bot ihr einen Studienplatz an – und 1989 hatte sie ihren Kunst- Magister in der Tasche. Am Institut für neue Medien in Frankfurt am Main lernte sie dann die Grundlagen der digitalen Medien kennen und entwickelte sich bei der „wissenschaftlichen Visualisierung“ bald zur anerkannten Expertin. 1994 bekam die Künstlerin für ihr Werk über die Evolution künstlichen Lebens den „Golden Nica“ verliehen – den „ Golden Globe“ der Medienkunst. Als Pionierin der Medienkunst ging sie 1995 nach Japan, um in einem Projekt mit Forschern und Künstlern gemeinsam neue interaktive Systeme zu entwickeln. Vor einem Jahr führte die University of Wales in Newport in diesem Bereich den Doktortitel ein, den Sommerer als Erste erhielt. „ Damit wird es in der Medienkunst insgesamt wissenschaftlicher“, meint sie, „langfristig wäre eine Art Nobelpreis für Kunstforschung wünschenswert.“

Hans Groth

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Kom|men|sa|lis|mus  〈m.; –; unz.; Biol.〉 Nahrungsnutznießertum, Verhältnis zweier Tiere verschiedener Art, aus dem das eine, der Kommensale (Mitesser), durch Beteiligung an der Nahrung des anderen, des Wirts, einseitigen Vorteil zieht [<Kon… ... mehr

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