Computerherz testet Medikamente - wissenschaft.de
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Computerherz testet Medikamente

Das erste „virtuelle Herz“ hat der Biomedizin-Ingenieur Prof. Raimond Winslow von der Johns Hopkins Universität in Baltimore gemeinsam mit dem britischen Physiologen Prof. Denis Noble von der Universität Oxford entwickelt. Das digitale Organ soll dazu dienen, die Wirksamkeit von Arzneimitteln am Computer zu testen.

Die beiden Wissenschaftler, die in New York die Firma Physiome Sciences gegründet haben, fütterten einen Rechner mit bekannten Wirkungen von Medikamenten auf einzelne Zellen. Zudem erarbeiteten sie mathematische Gleichungen, die die elektrische Funktion der Herzzellen beschreiben. Ein dreidimensionales Computermodell simuliert damit den Einfluß von Medikamenten auf die elektrische Aktivität des Herzens. Wirkungslose Mittel und solche mit schädlichen Nebenwirkungen können so frühzeitig und ohne Tierversuche ausgesondert werden.

Die „Organbank“ enthält bisher virtuelle Herzen von Meerschweinchen, Mäusen, Ratten und Hunden. An dem Modell eines Menschenherzens arbeiten die beiden Forscher derzeit, ebenso an anderen virtuellen Organen.

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Napf|schne|cke  〈f. 19; Zool.〉 zu den Vorderkiemern gehörende Schnecke mit napfartiger, flacher Schale, die in der Gezeitenzone des Meeres an Felsen sitzt: Patella

Stän|gel|boh|rer  〈m. 3; Zool.〉 Angehöriger einer asiat. Käferart, Schädling der Reispflanze

Ober|flä|chen|span|nung  〈f. 20; Phys.〉 an der Oberfläche (von Flüssigkeiten) wirkende Spannung

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