Das Alter neu berechnet - wissenschaft.de
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Das Alter neu berechnet

Der traditionelle Altersquotient (rot) verdoppelt sich fast bis zum Jahr 2048 – von 0,33 auf 0,6. Das heißt: Während heute auf 100 Arbeitsfähige 33 Rentner kommen, wären es dann 60.

Das neue Konzept des „prospektiven Alters“ bezieht die steigende Lebenserwartung mit ein. Warren Sanderson und Sergei Scherbov, die Väter des Begriffs, ordnen dafür den Menschen ein Alter zu, das von der Lebenserwartung ab einem bestimmten Bezugsjahr abhängt – und nicht von den gelebten Jahren. Das Verfahren entspricht einer Inflationsbereinigung von Ökonomen.

Für den „prospektiven Altersquotient“ (blau) legen die Wissenschaftler eine Schwelle fest, ab der Menschen als „alt“ gelten sollen: nämlich dann, wenn ihre Lebenserwartung unter 15 Jahre fällt. Dabei wird die Zahl der Menschen mit einer verbleibenden Lebenserwartung von bis zu 15 Jahren in Relation gesetzt zur Zahl jener, die mindestens 20 Jahre alt sind und eine Lebenserwartung von über 15 Jahren haben. Nach dieser Rechnung steigt der Quotient bis 2048 nur auf 0,34. Es müssten dann also bloß 34 Rentner von Berufstätigen versorgt werden und nicht 60 Rentner, wie nach der veralteten Rechnung.

Der Pflegequotient (grün) zeigt an, wie viele Pflegebedürftige wie vielen gesunden Menschen über 20 gegenüberstehen. Der Anteil steigt in den nächsten Jahrzehnten kaum.

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