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Das Fahrrad war als erstes mechanisches

Das Fahrrad war als erstes mechanisches Individualverkehrsmittel für die Massen erschwinglich. Es vergrößerte den Wirkungsradius der Menschen und erlaubte Arbeitern, aus den stickigen Mietskasernen der Innenstädte in die luftigeren Vororte zu ziehen – und trotzdem pünktlich zur Arbeit zu kommen. Selbst größere Reisen wurden durch das neue Transportmittel möglich. Bereits Ende des 19. Jahrhunderts erschienen die ersten Bücher über Fahrradreisen.

Für die Frauen im ausgehenden 19. Jahrhundert war das Fahrrad geradezu eine Freiheitsmaschine. Die amerikanische Frauenrechtlerin Susan Brownell Anthony sagte sogar, das Zweirad habe „mehr als alles andere in der Welt“ zur Emanzipation der Frau beigetragen. Es verhalf den Frauen nicht nur zu mehr Mobilität, es beendete auch die alte strenge Kleiderordnung. Bislang hatten sich die Frauen in weite Röcke und eng geschnürte Korsagen gezwängt, die mehrere Kilogramm wogen. Damit ließ sich natürlich nicht gut radeln. Also legten sich die Frauen eine neue, bequeme Mode zu, die ihnen mehr Freiheit und mehr Luft ließ: Sie schwangen sich in Pumphosen und legerem Mieder auf den Drahtesel.

Doch nicht jeder war mit den radelnden Frauen einverstanden. Ärzte fürchteten um deren Gesundheit, Friseure und Klavierhersteller um ihr Geschäft: Wer werde ihre Dienste in Anspruch nehmen, wenn der Fahrtwind ihr Werk gleich wieder zunichte mache, klagten die Haarkünstler, während die Instrumentenbauer argwöhnten, das Fahrrad würde das Klavier als Standardgeschenk für die junge Dame ablösen. Andere störte schlicht der Anblick körperlicher Anstrengung. „Haben Sie jemals etwas Abstoßenderes, etwas Häßlicheres, etwas Gemeineres gesehen, als ein mit puterrotem Gesicht, vom Staube entzündeten Augen und keuchenden Lungen auf dem Zweirade dahinrasendes Frauenzimmer?!“, echauffierte sich 1896 die Zeitschrift „Jugend“.

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