Anzeige
Anzeige

Allgemein

DAS HIRN IM KNIEGELENK

Das Prinzip ist einfach, aber effektiv: Sensoren, ein Mikrochip, eine leistungsfähige Hydraulik und motorisch betriebene Ventile genügen beim C-Leg, um dem Träger der Beinprothese ein „rundes“ und sicheres Gehen zu ermöglichen. Die Sensoren in Kniegelenk und Unterschenkelrohr messen 50 Mal pro Sekunde, wie das Bein bewegt wird und welche Belastungen darauf wirken. Die Daten werden an den Chip übermittelt – das „Hirn“ des Hightech-Kunstbeins. Ein Prozessor auf dem Chip errechnet, wie die Ventile der Prothese arbeiten müssen, um ein gleichmäßiges Gehen zu gewährleisten, und steuert die künstlichen Gelenke entsprechend an. Der beinamputierte Patient gibt also Bewegung, Kraft und Tempo beim Gehen vor, und die Prothese kümmert sich um die Feinabstimmung. Nebenbei achtet das schlaue Bein darauf, dass sein Träger das Gleichgewicht behält und die Prothese belasten kann. Stolpert er, erkennen die Sensoren das sofort und der Chip erteilt unverzüglich einen Befehl zum Erhöhen der Widerstände im Gelenk. So lässt sich der Sturz mit dem Kunstbein abfangen. Der Clou: Es ist möglich, unterschiedliche Benutzungsmuster zu programmieren, auf die man unterwegs per Fernbedienung umschalten kann – etwa von Gehen auf Radfahren. Außerdem lässt sich ein Stehmodus aktivieren, bei dem das Kniegelenk arretiert wird, sodass man sich bequem auf das C-Leg stützen kann.

Anzeige

bild der wissenschaft | Aktuelles Heft

Anzeige

Aktueller Buchtipp

Sonderpublikation in Zusammenarbeit  mit der Baden-Württemberg Stiftung
Jetzt ist morgen
Wie Forscher aus dem Südwesten die digitale Zukunft gestalten

Wissenschaftslexikon

Ano|de  〈f. 19; El.; Phys.〉 positive Elektrode; Ggs Katode ... mehr

My|e|li|tis  〈f.; –, –ti|den; Med.〉 Rückenmarkentzündung [zu grch. myelos ... mehr

un|ge|sät|tigt  〈Adj.〉 1 〈geh.〉 nicht satt, noch hungrig 2 〈Chem.〉 2.1 〈von Lösungen〉 nicht gesättigt ... mehr

» im Lexikon stöbern
Anzeige
Anzeige