Der neue Garten Eden - wissenschaft.de
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Der neue Garten Eden

Roboter, die Verhalten von Menschen abschauen und so neue Fertigkeiten lernen, stehen im Fokus vieler Forschungsprojekte der Robotik. Britische Wissenschaftler an der University of the West of England in Bristol gehen noch einen Schritt weiter: Sie wollen die künstlichen Geschöpfe dazu bringen, eine eigene Kultur zu entwickeln. Dazu vereinen sie einige Dutzend Roboter in einem technologischen Biotop und lassen dort ihrer Entwicklung freien Lauf. Die britischen Forscher haben die Automaten so für das Experiment präpariert, dass sie zunächst nur recht einfache grundlegende Fähigkeiten besitzen, etwa um sich fortzubewegen. Darüber hinaus können die Maschinen ihre Umwelt wahrnehmen und deuten. Und sie können voneinander lernen, indem sie Verhaltensweisen ihrer Kollegen abschauen und kopieren. Allerdings: Jeder Roboter reagiert etwas anders auf äußere Reize. Außerdem sind die Bewohner der Roboter-WG anfällig für kleine Fehler. Die Forscher erwarten daher, dass sich die künstlichen Gestalten unterschiedlich entwickeln. Durch die Fähigkeit, zu interagieren und Verhaltensweisen voneinander abzukupfern, sollen sich so Formen von gemeinschaftlichem Verhalten entwickeln – ähnlich primitiven menschlichen Kulturtechniken. Mit dem Projekt, das vier Jahre lang dauern wird, wollen die Forscher die Anfänge der Kultur nachzeichnen – um besser zu verstehen, wie sie die Entwicklung der Menschheit beeinflusst hat.

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