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Der Preis des Präsidenten: Mini-Brennstoffzelle für Laptops

Mini-Brennstoffzelle für Laptops

Dr. Angelika Heinzel vom Fraunhofer-Institut für solare Energiesysteme (ISE) in Freiburg und ihr Kollege Dr. Roland Nolte, inzwischen bei der Adam Opel AG beschäftigt, haben eine Mini-Brennstoffzelle gebaut, die Laptops und andere tragbare elektronische Geräte mit Strom versorgen kann. Akkus, die heute meist diesen Zweck erfüllen, haben nur eine begrenzte Laufzeit. Die neue Brennstoffzelle ist so groß wie eine herkömmliche Lithiumionenbatterie, liefert aber bereits beim gegenwärtigen Entwicklungsstand länger Energie. Danach muß sie mit neuem Brennstoff betankt werden. Als Brennstoff dient Wasserstoff, der sich in der Zelle mit Sauerstoff kontrolliert zu Wasser umsetzt. Weil bei dieser Reaktion keine Schadstoffe freiwerden, forschen viele Labors und Institute an den umweltfreundlichen Zellen – beflügelt von der Ankündigung der Industrie, 2004 die ersten Serienautos mit Brennstoffzellen- Antrieb auf den Markt zu bringen. Viele Experten sind überzeugt, daß die Zellen sich außerdem durchsetzen werden, um damit Industrieanlagen oder Gebäude dezentral mit Energie zu versorgen. Damit eine Brennstoffzelle genügend Strom produziert, müssen immer mehrere Einzelzellen zusammengeschaltet werden. Das haben die Fraunhofer-Forscher pfiffig getan, um Platz zu sparen. „Wir werden unsere Brennstoffzelle noch weiter verkleinern können“, ist Heinzel überzeugt. Die Chemikerin rechnet damit, dabei auch von den weltweiten Entwicklungsarbeiten zu profitieren, die künftig noch billigere und leistungsfähigere Bauteile möglich machen.

Die Rolle des Wasserstofftanks übernimmt bei dem Freiburger Mini-Kraftwerk ein Metallhydrid-Speicher, der mit einem kleinen Gerät oder mit Wasserstoff aus der Druckgasflasche immer wieder aufgeladen werden kann. Einen Prototyp ihrer Mini-Brennstoffzelle hatten die Fraunhofer-Forscher schon 1998 auf der Hannover-Messe vorgestellt. Um ihn zur Marktreife entwickeln zu können, suchten die Wissenschaftler damals Kooperationspartner aus der Industrie. „Die Verhandlungen waren zäh und langwierig“, sagt Heinzel. Inzwischen haben sich Geldgeber gefunden: „Gerade noch rechtzeitig, um unseren Entwicklungsvorsprung gegenüber der Konkurrenz nicht einzubüßen“, sagt die Freiburger Wissenschaftlerin.

Angelika Heinzel / Frank Frick

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