„Diamonds are a girls best friend" - wissenschaft.de
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„Diamonds are a girls best friend“

„Diamonds are a girls best friend“ – flötete die amerikanische Sex-Ikone Marylin Monroe in ihrem berühmten Film „Blondinen bevorzugt“. In der Tat: Viele Frauen schmücken sich liebend gerne mit den funkelnden Edelsteinen. Was aber macht die Glitzerdinger so begehrenswert?

Im Grunde handelt es sich bei Diamanten, Saphiren, Rubinen und anderen Edelsteinen um simple Mineralien. In ihnen sind die Atome eines oder mehrerer chemischer Elemente (etwa Kohlenstoff beim Diamant und Aluminiumoxid beim Saphir oder Rubin) auf regelmäßige Weise in einem Kristallgitter angeordnet.

Der kristalline Aufbau ist verantwortlich für die extreme Härte der meisten Edelsteine – Diamanten sind das härteste natürlich vorkommende Material. Und er sorgt dafür, dass Licht, das auf den Stein fällt, stark gebrochen und reflektiert wird – was das verführerische Funkeln erzeugt.

Was jeden Edelstein einzigartig macht, ist seine Farbe. Der Farbton unterscheidet sich von Stein zu Stein – und ist umso intensiver, je geringer dessen chemische Reinheit ist. Denn hervorgerufen wird die Farbe von Verunreinigungen: einzelnen Atome fremder chemischer Elemente, die sich während der Jahrmillionen, in denen das Mineral langsam im Inneren der Erde entstand, in das Kristallgitter eingelagert haben.

Diese so genannten Farbzentren absorbieren bestimmte spektrale Anteile des Lichts, während sie den Rest ungehindert passieren lassen. Je nachdem, welche Teile aus dem Licht herausgefiltert werden – also welche Fremdatome im Kristallgitter eingebaut sind – , schimmert der Stein in einer speziellen Farbe. So machen Chrom-Atome einen ansonsten farblosen, aus Aluminiumoxid bestehenden Korund zu einem rot leuchtenden Rubin. Und Eisen-Atome verleihen einem Quarzkristall aus Siliziumdioxid eine rosa bis violette Farbe: Er wird zum Amethyst. Das kunstvolle Schleifen eines rohen Edelsteins bringt seine Farbe und seinen Glanz dann brillant zur Geltung.

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Die genaue Art und die Anteile der enthaltenen Farbzentren stellen einen unverwechselbaren „Fingerabdruck“ eines jeden Edelsteins dar. Experten erkennen daran nicht nur, wo der Stein gefunden wurde, sondern auch, ob man ihn durch künstliches Einbringen bestimmter chemischer Elemente absichtlich verändert hat.

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