Die Bibel als Öko-Handbuch - wissenschaft.de
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Die Bibel als Öko-Handbuch

Nicht nur fromme Bibelsprüche finden sich im Alten Testament, stellte der Göttinger Chemiker und Biotechnologe Prof. Aloys Hüttermann, 59, fest. Viele Passagen lesen sich wie die Anleitung zu einem verantwortungsvollen Umgang mit der Natur.

„Die Israeliten nahmen die Ökologie sehr ernst“, sagt Aloys Hüttermann. Für den Hobby-Ornithologen ist die Bibel eine Art frühzeitliches Ökohandbuch: Vögel waren im alten Palästina für Jagd und Kochtopf tabu, denn „sie erfüllten eine wichtige Aufgabe als natürliche Feinde von Schädlingen, etwa von Heuschrecken“. Auch Frösche waren geschützt: Sie bewahrten die Menschen vor einer Ausbreitung der Malaria durch Stechmücken. Nach dem Krieg gegen die Römer verboten die jüdischen Priester sogar die Haltung von Schafen und Ziegen. „Das Land war völlig heruntergekommen und weidende Kleintierherden hätten es zur Wüste gemacht. Dabei war die Schafhaltung wegen der hohen Wollpreise sehr lukrativ“, erklärt Hüttermann. Der Chemiker und Biologe am Institut für Forstbotanik der Universität Göttingen betont: „Dies ist das einzige Beispiel in der Menschheitsgeschichte, wo die Ökologie einen echten Vorrang vor der Ökonomie erhalten hat.“ Seit 15 Jahren befaßt sich der gläubige Katholik mit den ökologischen Inhalten der Bibel. Die christliche und die jüdische Kirche laden Hüttermann regelmäßig zu Vorträgen ein. Momentan arbeitet er am Manuskript für sein erstes Buch, das ein amerikanischer Verlag herausgeben wird.

Aloys Hüttermann

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