Die USA sind nicht mehr die Nummer eins - wissenschaft.de
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Die USA sind nicht mehr die Nummer eins

Am 7. Oktober wurde der Physiknobelpreis des Jahres 2008 zugesprochen. An diesem Tag war die vor Ihnen liegende bild der wissenschaft-Ausgabe schon gedruckt und stand unmittelbar vor der Auslieferung: Keine Chance also, die diesjährige Wahl zu berücksichtigen, geschweige denn, sie zu kommentieren. Haben wir das aktuelle Titelthema also ins Blaue geschrieben? In der Hoffnung, dass ein Schweizer, ein Österreicher, ein Deutscher oder ein anderer Europäer wieder mal einen dieser höchst willkommenen Anrufe aus Stockholm erhält? Keineswegs! Mit oder ohne Nobelpreis 2008 gilt: Europa ist stark geworden in der Physik. Das zeigt unsere weltweite Recherche. Und das bestätigt Theodor W. Hänsch, Nobelpreisträger des Jahres 2005, im exklusiven bdw-Interview in dieser Ausgabe.

Nachdem die Vereinigten Staaten von Amerika lange Zeit unangefochten auch in der Physik Weltmacht Nummer eins waren, zeichnet sich neuerdings ein spannender Wettkampf zwischen den USA und Europa ab. Wer sich die Liste der Nobelpreisträger seit 1950 anschaut – etwa auf Seite 59 dieser Ausgabe –, vermag diesen Wettkampf allerdings nicht zu erkennen. Klar, denn Nobelpreise würdigen Leistungen, die schon einige Zeit zurückliegen. Mitunter erkennen sie Arbeiten sogar erst Jahrzehnte nach der Glanztat an. In den nächsten Jahren müsste sich die Statistik dennoch zugunsten Europas verändern. Seien wir gespannt darauf, ob die Königlich Schwedische Akademie der Wissenschaften dieser bdw-Prognose folgt.

Was sind denn überhaupt die großen Themen der aktuellen Physik? Die Redaktion von bild der wissenschaft stellt Ihnen neun Entwicklungen vor, von denen wir glauben, dass sie zu den wichtigsten physikalischen Durchbrüchen des vergangenen Vierteljahrhunderts gehören. Über alle Themen haben wir berichtet – oft mehrfach und in Titelbeiträgen. Zum Beispiel über den Large Hadron Collider (LHC) am Europäischen Kernforschungszentrum CERN, der dieser Tage in Betrieb geht (Bild unten eine simulierte Protonenkollision). Die Kunst der journalistischen Darstellung in der vor Ihnen liegenden bdw-Ausgabe bestand darin, die meist sehr komplexen und leider oft auch komplizierten Sachverhalte so zu verdichten, dass Fachfremden – den meisten Leserinnen und Lesern also – die Bedeutung der Entdeckung sofort einleuchtet. Genauso wichtig war es uns natürlich, die mit der Thematik vertrauten Wissenschaftler nicht vor den Kopf zu stoßen. Ich bin überzeugt: Beides ist unserem langjährigen Autor und früheren Redaktionsmitglied Bernd Müller hervorragend gelungen.

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