Dübel im Kiefer - wissenschaft.de
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Dübel im Kiefer

Wer sich ein Zahnimplantat einsetzen lässt, muss eine langwierige und mühsame Prozedur über sich ergehen lassen. Bis der Metallstift, der die Zahnwurzel ersetzt, eingewachsen ist und der Zahn belastet werden kann, vergehen oft fünf Monate – eine harte Geduldsprobe. Forscher der Technischen Universität Berlin haben jetzt ein Zahnwurzelimplantat entwickelt, das ähnlich wie ein Dübel im Kiefer verankert wird. Helmut Käufer und sein Team verwenden dafür Kunststoffe, die so hart wie Knochen, aber gleichzeitig elastisch sind. Das Implantat besteht aus einem dünnwandigen Zylinder, in dem sich eine Schraube befindet. Damit wird die künstliche Zahnwurzel so weit gedehnt, bis sie fest im Kiefer sitzt – der Zahn kann sofort belastet werden. Um die Verankerung des Stiftes zu verbessern, brachten die Wissenschaftler auf seiner Oberfläche mikroskopisch kleine Fasern, so genannte Fibrillen, an. Daran können sich knochenbildende Zellen besser festsetzen als an einer glatten Oberfläche. Ein weiterer Vorteil der „Dübel-Methode“ sind die Kosten: Bisher müssen Patienten beim Zahnarzt für ein Implantat 4000 Euro zahlen. Das neue Verfahren kostet gerade mal 400 Euro.

Hans Groth

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