Eine Zukunft ohne Grenzen - wissenschaft.de
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Eine Zukunft ohne Grenzen

„Können Sie mich hören?“, fragte Prof. Stephen Hawking, 57, mit seiner automatisierten Stimme. 2600 Zuschauer riefen begeistert „Yessss!“ Sie alle lauschten dem wohl bekanntesten Physiker unserer Zeit, der sich nur noch über einen Computer mit Sprachsynthesizer verständigen kann. Im ausverkauften Center of Performing Art in San José, Kalifornien, machte er sich Gedanken, wie sich Wissenschaft und Menschheit im nächsten Jahrtausend entwickeln werden. Untermalt von Videoclips aus Science-fiction-Filmen und bunten Folien, nahm Hawking das Publikum mit auf seine Gedankenreise in die Zukunft.

Der an den Rollstuhl gefesselte Astrophysiker warnte eindringlich vor den Folgen der Bevölkerungsexplosion. „Sollten sich die Menschen weiter so vermehren, dann ist im Jahre 2600 jeder Flecken Erde besiedelt. Und das wird dieser Planet nicht überstehen.“

Gefahr für unsere Zukunft drohe jedoch schon in der Gegenwart. Der Mensch habe eine Technologie geschaffen, mit der er sich und die Welt durch einen nuklearen Krieg zerstören könne. „Aber ich bin optimistisch“, sagte Hawking. „Ich glaube, es besteht Hoffnung, daß es nicht zu einem Armageddon kommen wird.“ Und er fügte hinzu: „Falls sich die Menschheit in 100 Jahren nicht zerstört hat, leben wir auch auf anderen Planeten und in anderen Sonnensystemen.“ Mit dem Bau der Internationalen Raumstation (ISS) habe die Suche nach neuem Lebensraum im All begonnen.

Gegen Außerirdische brauchen wir das Universum nicht zu verteidigen, ist Hawking überzeugt. Szenen wie aus dem Kino-Hit „Independence Day“ seien nur filmische Fiktion. Denn gäbe es tatsächlich eine außerirdische Intelligenz, die mit unserer vergleichbar wäre, hätte sie sich uns längst gezeigt.

Was die menschliche Intelligenz betrifft, so wird sie mit Hilfe der Gentechnik zu steigern sein, meint Hawking. In einigen hundert Jahren haben wir Menschen größere Köpfe, in denen größere Gehirne stecken.

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Das einzige Problem wäre die Geburt: Möglicherweise passen unsere Köpfe dann nicht mehr durch den Geburtskanal. Hawking, der bei der Geburt seiner drei Kinder dabei war, glaubt, daß Frauen komplizierte Schwangerschaften und Geburtsschmerzen künftig nicht mehr ertragen müssen. Medizin und Biotechnik könnten es möglich machen, daß sich befruchtete Eizellen außerhalb des Mutterleibes zu vollständigen Menschen entwickeln.

Wie er sich eine typische Gruppe von Menschen aus dem nächsten Jahrtausend vorstellt? Hawking bewies Humor: Er zeigte ein Dia der amerikanischen Zeichentrick-Familie Simpson.

Stephen Hawking

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