„Es ist wichtig, die lokale Bevölkerung - wissenschaft.de
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„Es ist wichtig, die lokale Bevölkerung

„Es ist wichtig, die lokale Bevölkerung einzubinden“, weiß Peter A. Miglus. Der derzeit verhinderte Ausgräber von Assur hat bislang „keine Probleme“ mit Raubgrabungen auf seiner antiken Stätte am Tigris. Die Fernsehbilder von schaufelnden einheimischen Räubern und hilflos daneben stehenden Archäologen treffen zumindest auf Assur nicht zu. „Unsere Wächter haben gut gearbeitet. Wir haben auch jetzt immer den Lohn übermittelt“, damit die Bewachung weitergeht. Und, betont Miglus, „die Menschen dort haben so etwas wie ein Verantwortungsgefühl entwickelt“.

Auch Margarete van Ess hat „bis jetzt wenig Probleme“ mit Raubgrabungen. Die Archäologin legt im Südirak die frühmesopotamische Stadt Uruk frei (siehe bild der wissenschaft 5/2004, „Uruk – die Stadt des Gilgamesch“). „Die Raubgräber sind ja keine umherziehenden Horden, sondern es sind die örtlichen Stämme“, berichtet die stets aktuell informierte Ausgräberin des Deutschen Archäologischen Instituts. „Unser Stamm steht hinter der Grabung“, ist sich van Ess sicher. Nur 25 Kilometer von Uruk entfernt ist das anders: „Da wird raubgegraben – vom dortigen Stamm.“

Unabsehbar sind die Schäden, die in Ur und Babylon entstehen. Dort liegt jeweils ein Flughafen. Deshalb haben die Besatzungsarmeen in diesen beiden frühen Stätten menschlicher Kultur ihre zentralen Camps aufgeschlagen. Natürlich werden sie die restaurierten und erkennbaren Relikte der Vergangenheit schonen. „Aber ich bezweifle“, meint Margarete van Ess, „dass Militärs eine antike Stadtmauer von einer Bodenwelle unterscheiden können.“

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