Euro-Talk - wissenschaft.de
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Euro-Talk

Prof. John F. Martin, University College London, über die Arbeiten an einem vorbeugenden Arteriosklerose-Medikament.

bdw: Wann kommt die Pille gegen Arteriosklerose? Martin: In etwa acht Jahren werden wir eine Tablette auf dem Markt haben. Dann wird allerdings die gesundheitspolitische Frage auftauchen, ob alle ab dem 40. Lebensjahr bis Ende 60 täglich eine Tablette auf Rezept bekommen können. bdw: Was sind die nächsten Schritte im Kampf gegen die Gefäßverengung? Martin: Zuallererst wollen wir eine Gentherapie entwickeln, die wir bei verdickten Arterien-Gefäßwänden anwenden, damit das Blut wieder störungsfrei zirkuliert. Wir führen das VEGF-Gen von außen in die Arterienwand ein und knipsen damit die natürliche Gefäßerweiterung an. Dies können wir nach den ersten klinischen Erfolgen bis Ende 2001 erreichen. bdw: Und die Tablette? Martin: Innerhalb der nächsten fünf Jahre wollen wir ein Medikament entwickeln, das den VEGF-Effekt als synthetischen Rezeptor beinhaltet. Wird diese Tablette täglich eingenommen, verhindert sie die lebensbedrohende Gefäßverengung. Herzkranzgefäßverengungen, Schlaganfälle und die Verkalkung von Beinarterien werden dann in Europa nicht mehr Todesursache Nummer eins sein.

John F. Martin / Thomas A. Friedrich

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