Anzeige
Anzeige
1 Monat GRATIS testen, danach für nur 9,90€/Monat!

Allgemein

Europas Frühzeit

Ich habe die Artikel zum Neandertaler und zum Cro-Magnon-Menschen in der Novemberausgabe sofort verschlungen, als das Heft kam. Ich fand auch alles sehr spannend, aber es sind mir wieder einmal zwei Dinge aufgestoßen. Und zwar bei der Frage, die auch in bild der wissenschaft schon so oft gestellt worden ist: Was konnte – oder: wie klug war – der Neandertaler?

Punkt eins: Ich finde es unglaublich, mit welcher Anmaßung die Archäologen Behauptungen darüber aufstellen, ob der Neandertaler Kunstobjekte hergestellt hat oder nicht – egal, welche Meinung sie dazu vertreten. Die sollten mal ins nächste Naturkundemuseum gehen und sich in der Abteilung „Naturvölker“ klarmachen, dass Jäger-und-Sammler-Kulturen auch noch in der Gegenwart Werkstoffe wie Holz, geflochtenen Bast, ja sogar nur Blattwerk ver- wenden – für ihren Körperschmuck oder für die Verzierung ihrer Wohnplätze. Warum sollte das nicht auch bei den Neandertalern so gewesen sein? Holz und Ähnliches hat sich nicht Zehntausende von Jahre erhalten. Falls die Neandertaler die tollsten Holz-Totems geschnitzt und an ihren Jagdlagern aufgestellt hätten – wir würden nie etwas davon erfahren. Daher gehen mir diese gelehrten Dispute auf die Nerven. Wir wissen dazu nichts, und damit basta.

Mein zweiter Punkt: Es nervt, dass einige Wissenschaftler es immer und ewig offenlassen müssen, ob der moderne Mensch oder der Neandertaler die schönen Elfenbeinfiguren von der Schwäbischen Alb und die Flöten geschnitzt hat. Natürlich waren moderne Menschen die Schöpfer dieser Objekte! Muss sich denn der deutsche Idealismus immer wieder am armen, lange als minderbemittelt verleumdeten Neandertaler ausleben?

Hört auf mit der Wiedergutmacherei und lasst die Kirche im Dorf. Der Neandertaler war einfach primitiver als der moderne Mensch. Damit tut man diesem archaischen Hominiden kein Unrecht.

Lars Peeth, per E-Mail

Anzeige

Mit Interesse habe ich die Titelgeschichte zur Neudatierung zahlreicher Neandertaler-Fossilien gelesen, ausgesprochen spannend! Auch die überraschenden Ergebnisse der Beprobung von Cro-Magnon-Fossilien (wie Thorwald Ewe sie beschreibt) waren mir völlig neu.

Vor einiger Zeit hat Günther Wagner – ich kenne ihn noch aus meiner Zeit bei der Akademie der Wissenschaften – den Maurer Fund des Homo heidelbergensis erstmals verbindlich datiert. Auch hier blieb, zu meiner Überraschung, das „Rauschen im Blätterwald“ aus – zumal er einen völlig neuen methodischen Ansatz zur Datierung ältester Funde auf den Weg brachte (Elektronen-Spinresonanz, Anm.d.Red.), der für die Paläoanthropologie eigentlich ausgesprochen hilfreich sein müsste.

Dr. Johannes Schnurr, Journalist, Heidelberg

Zürcher und Basler

Ich bin seit vielen Jahren begeisterter Abonnent von bild der wissenschaft. Was mich jedoch jedesmal ärgert, ist, wenn Sie „ Baseler“ Universität oder „Züricher“ Hochschule schreiben.

Wir pflegen folgende Eigenheiten der Sprache: Menschen von Basel sind Basler und Baslerinnen, von Zürich sind es Zürcher und Zürcherinnen. Dasselbe gilt für St. Gallen und Schaffhausen. Meines Wissens kennen Sie dieselbe Eigenheit, zum Beispiel bei München oder bei den Bayern: Am Oktoberfest vergnügen sich Münchner und nicht Münchener, und im Dirndl steckt schon gar keine Bayerin. Bitte in Zukunft auf dieses Detail achten.

H.R. Fankhauser, Aarberg/Schweiz

Lieber Papier als digital

bdw-Nachrichten Heft 11/2013

Die Antwort ist doch herzlich einfach und praktisch: Papiere kann man nebeneinanderlegen und beliebig vergleichen – am Bildschirm hat man immer nur den Ausschnitt, den er gerade wiedergibt. „Blättert“ man zu anderen Seiten weiter, ist die gerade gesichtete weg. Darum wird uns das Papier und seine so handliche Seitenaufteilung wohl noch lange erhalten bleiben!

Walter A. Frank, Lichtenwalde

Das gläserne Baby

Heft 12/2013

In Ihren Artikel hat sich auf Seite 32 ein kleiner Fehler eingeschlichen: „Männern mit Klinefelter-Syndrom fehlt das Y-Chromosom …“. Dieses Y-Chromosom fehlt durchaus nicht, sonst hätten es keine Männer werden können, sondern es kommt ein X-Chromosomen hinzu. Also nicht wie regulär XY, sondern XXY, wobei die klinische Ausprägung noch davon abhängt, ob alle Zellen betroffen sind oder ob es sich um einen Mosaiktypus handelt.

Dr. med. Klaus Jonasch, Heidelberg

Häuser ohne Heizkosten

Heft 11/2013

Es macht Hoffnung zu lesen, wie energiesparend heutzutage gebaut werden kann. Was mich besonders aufhorchen ließ, sind die Fortschritte bei Aktivhäusern. Da die meisten von uns mit einem Dach über dem Kopf wohnen, ist der von Ulrich Dewald geschilderte Stand der Dinge für uns alle relevant.

Einzig eine Tatsache habe ich im Artikel vermisst: einen Hinweis auf die Bahnstadt in Heidelberg. Dieser neue Stadtteil entstand in den letzten Jahren, es ist die größte Passivhaussiedlung weltweit. Viele der Wohnungen sind seit mehr als einem Jahr bezogen. Welche Erfahrungen haben Forscher, Architekten und Bewohner bislang mit solch einem Großprojekt gemacht? Ein paar Stimmen aus der Praxis hätten mir das Thema noch näher gebracht.

Bertram Müller, Schriesheim

Anzeige

Wissensbücher 2022

Anzeige

Videoportal zur deutschen Forschung

Aktueller Buchtipp

Sonderpublikation in Zusammenarbeit  mit der Baden-Württemberg Stiftung
Jetzt ist morgen
Wie Forscher aus dem Südwesten die digitale Zukunft gestalten

Wissenschaftslexikon

Ther|mo|stat  auch:  Ther|mos|tat  〈m. 1 od. m. 16〉 Gerät, das die Temperatur in einem Raum auf einem bestimmten, einstellbaren Wert hält; … mehr

Lip|ä|mie  auch:  Li|pä|mie  〈f. 19; unz.; Med.〉 erhöhter Fettgehalt des Blutplasmas (Anzeichen von Stoffwechselkrankheiten) … mehr

Ana|ly|sis  〈f.; –; unz.; Math.〉 1 Untersuchung der Lösung geometrischer Konstruktionsaufgaben 2 Gebiet, auf dem die Infinitesimalrechnung benutzt wird … mehr

» im Lexikon stöbern
Anzeige
Anzeige
[class^="wpforms-"]
[class^="wpforms-"]
[class^="wpforms-"]
[class^="wpforms-"]
[class^="wpforms-"]
[class^="wpforms-"]