Explosion im All fotografiert - wissenschaft.de
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Explosion im All fotografiert

Europäische Astronomen haben erstmals den Ursprungsort eines Gammastrahlen-Ausbruchs im Detail fotografiert. Er liegt in der Balkenspiralgalaxie ESO 184-G82, 125 Millionen Lichtjahre entfernt.

Gammastrahlen-Ausbrüche sind die heftigsten Explosionen im Universum. Über 3000 wurden seit ihrer Entdeckung 1967 beobachtet. Der Ausbruch GRB 980425, am 25. April 1998 von einem Satelliten aufgespürt, ist in zweifacher Hinsicht außergewöhnlich: Er war tausend- bis eine millionmal lichtschwächer als die üblichen Ausbrüche, und 24 Stunden nach ihm kam es am selben Ort zu einer Supernova (SN 1998bw) – zur Explosion eines Sterns mit der 40millionenfachen Masse unserer Sonne.

Vielleicht gehört GRB 980425 zu einer bislang unbekannten Klasse der Gammastrahlen-Ausbrüche. Über die Natur dieser Explosionen sind sich die Astrophysiker noch nicht im klaren. Das Detail-Foto der Heimatgalaxie von GRB 980425 ist deshalb von ganz besonderem Interesse: Zu dem Ausbruch kam es in einem Gebiet, in dem Sterne entstehen. Dort sind Supernovae sehr häufig. Und eine der Hypothesen der Wissenschaftler besagt: Wenn Sterne explodieren und dann ihre Wasserstoff- und Heliumhülle verloren haben, senden sie ein kosmisches Gewitter an Gammastrahlen aus.

Rüdiger Vaas

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