Ferne Welt mit Natrium - wissenschaft.de
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Ferne Welt mit Natrium

Erstmals ist Astronomen eine chemische Analyse der Atmosphäre eines Planeten bei einem anderen Stern geglückt. David Charbonneau vom California Institute of Technology und seine Kollegen richteten den Spektrografen des Hubble- Weltraumteleskops auf den sonnenähnlichen Stern HD 209548, als dessen Trabant genau vor dem Stern vorüberzog. Dadurch wurde das Sternlicht von der Atmosphäre des Planeten gefiltert. Bei der Spektralanalyse wiesen die amerikanischen Astronomen Natrium in der Planetenatmosphäre nach. Dieser Nachweis eröffnet eine neue Phase der Erforschung extrasolarer Planeten. Solche Analysen könnten eines Tages die ersten Indizien für Leben auf anderen Welten liefern – wenn nämlich Sauerstoff bei erdähnlichen Welten gefunden würde, der ein Stoffwechselprodukt von Bakterien und Pflanzen ist. HD 209548 im Sternbild Pegasus ist rund 150 Lichtjahre von der Erde entfernt. Der 1999 entdeckte Planet umkreist den Stern alle 3,5 Tage einmal in nur 6,5 Millionen Kilometer Abstand und wird dabei auf 1100 Grad Celsius aufgeheizt. Seine Masse beträgt 70 Prozent von der des Jupiters (220 Erdmassen). Er ist wie dieser ein Gasriese, also für erdähnliches Leben ungeeignet. Mit weiteren Beobachtungen wollen die Astronomen künftig auch nach Methan, Wasserdampf und Kalium in der Planetenatmosphäre fahnden.

Hans Groth

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