Feuer und Flamme: Im Schein des Feuers - wissenschaft.de
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Feuer und Flamme: Im Schein des Feuers

Menschen haben das einst gefürchtete Feuer auf vielfältige Weise gezähmt

Die prasselnden Flammen eines Lagerfeuers wärmen nicht nur: Im offenen Feuer lassen sich vorzüglich Kartoffeln garen, Würste grillen, Brotscheiben rösten oder deftige Eintöpfe zubereiten. Auch wenn das nicht die schonendste Art zu kochen ist: Der Geschmack nach Freiheit und Abenteuer ist garantiert. Ein Feuer weckt Ur-Instinkte: Wenn die Flammen armdicke Holzscheite verzehren und zu einem Häufchen Asche zerfallen lassen, wenn die Hitze noch auf einige Meter Entfernung wie Nadeln auf der Haut sticht, wenn die Funken in einem gewaltigen Glutballon in die Höhe stieben, und wenn sich in den Gesichtern der Umstehenden das Inferno zu spiegeln scheint, dann wird einem – auf fast schon mystische Weise – wohl und friedlich ums Herz.

Das Feuer, das nie erlischt: Die olympische Fackel zu ihrem neuen Bestimmungsort zu tragen, ist für die Sportler eine besondere Ehre. Zur Eröffnung der Winterspiele im norwegischen Lillehammer kam die Fackel sogar angeflogen: Ein Skispringer landete mit ihr im Stadion.

Die Beherrschung des Feuers in seiner waghalsigsten Form: Wie ein Drache in Menschengestalt speit der Feuerspucker eine Stichflamme aus. Ob Artisten mit scharfen Klingen jonglieren, sich in den Löwenkäfig wagen, in luftiger Höhe Kunststücke am Seil vollbringen oder feuerspucken: Das Spiel mit der tödlichen Gefahr ist es, was den Zuschauern den Atem stocken läßt.Kein Wunder, daß das Feuer auch im deutschen Brauchtum verwurzelt ist. Als Beschützer und Zerstörer zugleich zieht es die Menschen in seinen Bann. Vor dem Entzünden des Osterfeuers in Attendorn im Sauerland wirbeln Fackelschwenker Flammen durch die Luft.

Jedes Volk huldigt den Flammen auf seine Weise: In Samoa jonglieren Feuertänzer mit Fackeln. Im schottischen Lerwick geht ein ganzes Schiff in Flammen auf. Für den Alltag tut es auch ein Streichholz: Die Faszination des Feuers, das mit einem diabolischen Fauchen scheinbar aus dem Nichts auftaucht und nach vollbrachtem Zerstörungswerk wieder im Nichts verschwindet, vermittelt schon die kleinste Flamme. Seit Anfang der vierziger Jahre im Golf von Mexiko die erste Ölbohrinsel errichtet wurde, haben die auf bis zu 300 Meter hohen Stelzen ruhenden Plattformen die Küstengewässer aller Kontinente erobert, um das schwarze Gold vom Meeresboden an die Oberfläche zu pumpen. Während Schiffe oder Pipelines das Öl zum Festland befördern, muß nicht nutzbares Gas an Ort und Stelle abgefackelt werden.

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Impressionen der industriellen Feuernutzung: Turbulenzen in einer Flamme ein Arbeiter schiebt Metallteile für die Eisenbahnproduktion in eine Brennkammer, Versuchsaufbau für eine Magerturbine bei der DLR in Köln, ein Schmelzer beim Abstich. Der Bunsenbrenner, hier in einer Falschfarben-Aufnahme, ist jedem Chemiestudenten als Universalwerkzeug vertraut: ob zum Identifizieren bestimmter Metalle, die beim Verbrennen charakteristisch leuchten, ob zum Schmelzen und Formen von Glasgefäßen oder ganz einfach zum Erhitzen von Reaktionsgemischen. Je nach Luftzufuhr erzeugt der nach dem deutschen Chemiker R.W. Bunsen benannte Gasbrenner eine zwischen 300 und 1500 Grad Celsius heiße Flamme.

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