„Gentechnik im Alltag" von Ellen Norton, Angela Lindner - wissenschaft.de
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„Gentechnik im Alltag“ von Ellen Norton, Angela Lindner

So wenig, wie alles gut ist, was „Bio“ heißt, ist umgekehrt alles Teufelszeug, nur weil die Silbe „Gen“ davorsteht. Es tut gut zu lesen, wie die beiden Autorinnen die mal euphorischen, mal panischen Argumente auf den Boden sachlicher Auseinandersetzung zurückholen.

Mit Farbe haben sie in ihrem Buch nicht gespart: Bunte Grafiken führen den Leser durch alle Anwendungsgebiete der Gentechnik – von der Landwirtschaft über die Pharmazie und die gentherapeutischen Behandlung bis hin zur Verhaltensforschung mit ihren heiß umstrittenen Zusammenhängen von Genen, Sucht und sexueller Orientierung (Stichwort: „Schwulen-Gen“).

Unaufgeregt bilanzieren die beiden Wissenschaftsjournalistinnen, was die Gentechnik den Menschen bisher versprochen und was sie erreicht hat. Der Durchbruch bei der Behandlung von Krebs und Aids zum Beispiel liegt noch in weiter Ferne. Andererseits machen sie deutlich, welche Profitmöglichkeiten die Gentechnik der Agrarindustrie verschafft hat, und wie wenig das Risiko gentechnisch veränderter Organismen und ihre Wirkung auf die Umwelt erforscht ist.

Daß dieses leicht zu lesende und breit informierende Buch eine aktualisierte Forschungsbroschüre des nordrheinwestfälischen Wissenschaftsministeriums ist, sieht ihm wirklich niemand an.

Ellen Norton, Angela Lindner GENTECHNIK IM ALLTAG vgs Köln 1997 108 S., DM 34,-

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Jürgen Nakott

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