Gesundheit und ein langes Leben - wissenschaft.de
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Gesundheit und ein langes Leben

Zu den größten Fortschritten im zu Ende gehenden Jahrhundert gehört, daß viele Menschen weitaus länger auf der Welt verweilen können als jemals zuvor. Die durchschnittliche Lebenserwartung eines männlichen Deutschen hat seit 1900 um fast 29 Jahre zugenommen und beträgt nun 73,6 Jahre. Jetzt geborene Mädchen haben – statistisch – sogar 80 Jahre vor sich. Für sie hat die Lebenser-wartung seit der Jahrhundertwende um 31,6 Jahre zugenommen. Erfreulich für viele: Ein Ende dieser Entwicklung ist nicht abzusehen. Denn das Repertoire, aus dem Ärzte ihre Heilkunst schöpfen, wird in diesen Jahren ein weiteres Mal beachtlich größer. In unserer Titelgeschichte erfah-ren Sie die aktuellen Trends (Seiten 56 bis 76). Auch wenn wir einigen der vorgestellten technischen Möglichkeiten – etwa der Diagnose durch Analyse-Roboter oder dem ärztlichen Rat aus dem Internet – heute mit großer Skepsis begegnen, werden sie eines Tages dazu beitragen, daß Krankheiten früher erkannt, erfolgreicher therapiert oder – wenn es gar nicht mehr anders geht – länger auf dem Status quo gehalten werden können. Älter werden allein ist freilich nur erstrebenswert, wenn das Alter auch lebenswert ist. Dazu gehört, daß sich Ärzte den gebrechlicheren Menschen mehr als heute zuwenden und ihre Apparate in den Hintergrund schieben. „Unsere Mediziner täten gut daran“, empfiehlt Autorin Susanne Liedtke, „sich am Einfühlungsvermögen der Medizinmänner und Schamanen vieler Naturvölker zu orientieren“ (mehr dazu ab Seite 71).

Das Jahrtausend neigt sich dem Ende entgegen. Überall in der Presselandschaft quellen deshalb Artikelserien aus dem Boden. Alles und jedes wird unter dem Logo der Jahrtausendwende verkauft, die strenggenommen natürlich erst zum 1. Januar 2001 erfolgt. Ein bemerkenswertes Elaborat offeriert zur Zeit meine Heimatzeitung. Seit Januar betrachtet sie das Jahrtausend tagtäglich im Rückblick. Doch offenbar endet das Interesse der Redakteure bei den frühen vierziger Jahren unseres Jahrhunderts, ältere Ereignisse kamen mir bisher nicht zu Gesicht. Auch bild der wissenschaft hat anläßlich des Jahrtausend-Ereignisses eine Serie auf Kiel gelegt. Wir haben weit vor anderen damit begonnen: im April 1997, als es noch 1000 Tage bis zum Jahr 2000 waren. Unter dem Signet „Leben 21“ publizieren wir in lockerer Folge Beiträge, die Ihnen einen tiefen Einblick in das erlauben, was aller Voraussicht nach bevorsteht. Dieses Mal geht es um die Zukunft der Medizin. Über alle bisherigen Artikel dieser Reihe informiert Sie die Seite 60. Sollten Sie einige Beiträge verpaßt haben, so können Sie jetzt die Hefte zum einmaligen Schnäppchenpreis von nur 6 Mark beim Verlegerdienst München (Telefon: 08105/388175) nachbestellen. Wir liefern, solange der Vorrat reicht.

Über gesunde Ernährung berichtet bild der wissenschaft ständig. Doch was für Hunde, Katzen oder Kanarienvögel gut ist und was ihnen schadet, ist normalerweise kein Thema für unser Magazin. Auf den Seiten 36 bis 39 machen wir eine Ausnahme.

Denn was unsere Autorin Karin Hollricher über die Gefährdung von Haustieren durch scheinbar harmlose Pflanzen oder Pflanzenbestandteile zusam-mengetragen hat, ist brisant. Oder wußten Sie, daß für Hunde Schokolade ebenso tödlich sein kann wie ein Avocadokern für Kanarienvögel?

Wolfgang Hess

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Glas|ät|zung  〈f. 20〉 chem. Behandlung des Glases mit Fluss– od. Salzsäure (u. a. zu Dekorationszwecken)

Mi|ni|a|tu|ri|sie|rung  〈f. 20; El.〉 das Miniaturisieren, das Miniaturisiertwerden ● die extreme ~ von Schaltkreisen und Maschinen

Dis|so|nanz  〈f. 20〉 1 〈Mus.〉 Missklang, nach Auflösung verlangender Klang; Ggs Konsonanz ( ... mehr

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