Hans-Günter Friese - wissenschaft.de
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Hans-Günter Friese

Eine internationale Studie der Monash University in Australien an mehr als 100 Apotheken-Websites brachte ein erschütterndes Ergebnis: Mangelhafte oder gar falsche Informationen über die angebotenen Medikamente sind gang und gäbe und gefährden die Gesundheit der Patienten. Darüber befragten wir Hans-Günter Friese, Präsident der Bundesvereinigung deutscher Apothekerverbände.

Was ist an dem Medikamenten-Handel übers Internet auszusetzen? Es sollte selbstverständlich sein, dass Patienten umfassend über Wirkungen und mögliche Nebenwirkungen von Medikamenten informiert werden. Dies kann ein Versandhändler in der Regel nicht leisten.

Bestehen konkrete Gefahren für die Kunden? Abgesehen von den Neben- und Wechselwirkungen, vor denen Online-Apotheker oft nicht warnen, ist auch die Gefahr nicht zu unterschätzen, an dubiose Geschäftemacher zu geraten. Durch eine Freigabe des Online-Handels von Arzneimitteln stünde die Tür für Arzneimittelfälscher, die in Deutschland bisher durch die Kontrollmechanismen unseres Apothekensystems nahezu chancenlos sind, sperrangelweit offen.

Worauf sollte man als Kunde einer „E-Apotheke“ achten? Da der Versandhandel mit Arzneimitteln in Deutschland verboten ist, sollte man grundsätzlich die Finger von Internet-Apotheken lassen. Ich empfehle das Angebot der deutschen Apotheken, die über www.aponet.de Vorbestellungen über das Internet ermöglichen. Die Arzneimittel können Sie meistens noch am selben Tag bei einer Apotheke Ihrer Wahl abholen.

Hans Groth

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Par|ti|kel  〈a. [–ti–]〉 I 〈f. 21; Sprachw.〉 1 nicht flektierbares Wort, z. B. Präposition, Konjunktion, Adverb 2 meist unbetontes, nicht flektierbares Wort, das keine syntaktische Funktion u. keine eigene lexikal. Bedeutung besitzt, Füllwort (Abtönungs~, Grad~, Modal~, Negations~); ... mehr

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